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Female Photoclub

Erste Fotoschau der Regionalgruppe Ost

Female Photoclub
Die Mitgliederinnen des Female Photoclub vor dem Jamboree, wo ein Teil ihrer Bilder ausgestellt ist. © Iona Dutz / Female Photoclub

Großer Bahnhof am 11.11. in der Gottschedstraße. Die Geigerin Shir-Ran überraschte die Gäste der Vernissage sogar mit einer eigenen Komposition. Der Female Photoclub Ost hatte zur Ausstellungseröffnung ins Hotel INNSiDE by Melia und ins Jamboree, Ecke Käthe-Kollwitz-Straße, eingeladen. Anlass der Doppelschau ist der erste Geburtstag des Vereins Female Photoclub. Sieben Fotografinnen aus Deutschland haben den Verein gegründet, darunter Claudia Masur. Sie stammt aus dem Münsterland, lebt aber schon sieben Jahre in Leipzig und ist glücklich hier, wie sie sagt. Gemeinsam mit Jasmin Zwick hat sie die Leitung der Regionalgruppe Ost übernommen, zu der zehn Fotografinnen gehören.

Fotopostkartensets zum Mitnehmen

Bis auf Dominique Wollniok aus Weimar sind alle anderen in Leipzig ansässig. Neben der Doppelspitze sind dies Sophie Valentin, Iona Dutz, Sabine Möbius, Antje Braga, Katia Klose, Alisa Sonntag, Christin Goy. Von allen sind an beiden Standorten Großfotos in den Schaufenstern ausgestellt, und somit sichtbar für jeden, der durch die Kneipenmeile Gottschedstraße zieht. Im Hotel gleich am Eingang links werden Fotos auch innen präsentiert. Ein mit den Fotos geschmückter Baum lädt ebenfalls zur Betrachtung ein. Und an Tischen liegen Fotosets der Exponate im Postkartenformat zum Mitnehmen aus. Also einfach mal reinschauen und Fotos angucken, allerdings ist das dort nur bis zum 21. November möglich.

"Es braucht solche Zusammenschlüsse"

Es sind eben nicht einfach nur Fotos, sondern solche aus dem Blickwinkel von weiblichen Fotografen. Fotografische Arbeiten von Frauen seien unterrepräsentiert, heißt es in der Einladung. Mit dem bundesweiten Zusammenschluss von professionellen Fotografinnen, weitestgehend aus den Bereichen Werbung und Fotojournalismus, soll auf die Missstände in der Branche aufmerksam gemacht werden. Die Redner gingen auf eben diesen Umstand ein. "Ich musste ran, weil ich mit vielen Fotografinnen zu tun hatte", sagte Peter M. Gehrig, langjähriger Chefredakteur. "Es braucht solche Zusammenschlüsse, gerade im Fotobereich." Einzelkämpferinnen könnten sich nicht allein zur Wehr setzen.

Finissage mit Versteigerung

Prof. Rochus Leonhardt von der hiesigen Universität ging im Jamboree auf die tägliche Fotoflut ein und verglich die "Smartphone-Knipserei" mit einer Kreisliga. "Wir befinden uns hier in der Bundesliga." Und er fragte, was wäre anders, wenn ein Mann durch die Kamera geschaut hätte. Wenn ein solches Gespräch vor den Fotos zustande käme, wäre schon viel erreicht. Und das sagt ein Professor von der theologischen Fakultät? "Ich bin Stammgast im Jamboree, das können Sie ruhig schreiben." In den Fenstern dort hängen die Fotos bis Januar 2022, bis wann genau, stehe noch nicht fest. Auf jeden Fall werde die Finissage mit einer Versteigerung verbunden, so Claudia Masur, die sich über Bewerbungen aus Dresden, Erfurt und anderen Städten freuen würde.

Female Photoclub Ost

www.femalephotoclub.com

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