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Leipzig Coffee Festival 2025

Ein Festival rund um den Kaffee

© Cosima Müller

Leipzig duftete drei Tage lang nach frisch gemahlenen Kaffeebohnen. Vom 5. bis 7. September 2025 fand das erste Leipzig Coffee Festival in den Hallen der Pittlerwerke statt. Zur Premiere kamen knapp 3.000 Gäste in die alte Fabrik in Wahren – für ein neues Format ein starkes Signal.

Herausgeber Stefan Felgenhauer wollte ein Festival, das Leipzigs Kaffeekultur sichtbar macht. „Leipzig ist eine Kaffee-Stadt mit viel Potenzial“, erklärte er im Vorfeld und vernetzte Partner aus Kultur und Wirtschaft. Besonders wichtig ist ihm die touristische Relevanz der Veranstaltung: Die Stadt könne ihre Kaffee-Kompetenz nutzen, um zusätzliche Anziehungspunkte zu schaffen und die bereits vorhandenen kulturellen und sportlichen Angebote zu ergänzen. Aus diesem Grund präsentierte er das "Leipzig Coffee Festival" erstmals der Öffentlichkeit zum "Tourismus-Frühstück" der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) am 16. April 2025.

Gemeinsam mit den Betreibern der Pittlerwerke und der Rösterei Parea akquirierte Stefan Felgenhauer Partner, die das Event mit handwerklicher Qualität und urbanem Flair umsetzten. Die Pittlerwerke boten den passenden Raum mit Charakter, Parea Coffee Roasters steuerte Know-how, ein Netzwerk und eine klare Linie bei. 

Ein Festival auf breiter Basis

Das Festival zeigte, wie groß die Szene inzwischen ist. Zahlreiche Röstereien kamen aus Mitteldeutschland, andere reisten von weiter her an. Die Mischung wirkte stimmig und offen. Zu den Partnern gehörten unter anderem:

Maschinen und Technik:

La Marzocco, Loring, Maro Coffee Engineering, Brita. Die vertretenen Marken zogen sowohl Profis als auch Einsteiger an. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, Espressomaschinen kennenzulernen, die sonst nur in Cafés zu sehen sind. Die Stände boten klare Einblicke in den gesamten Prozess – von Druck und Temperatur bis zum Mahlgrad. 

Röstereien und Spezialisten:

Jede Rösterei präsentierte ihr eigenes Profil – mal fruchtig, mal nussig, mal klar. Einige Bohnen waren hell geröstet, andere kräftiger. Die Besucher rochen, probierten und verglichen. Viele Stände stellten Bohnen aus kleinen Chargen vor, erklärten Herkunft und Produktionsweise oder gaben Einblicke in Röstkurven und den Einsatz der Maschinen.

Zubehör und Partner:

MØLK präsentierte ihre Milchalternativen. Zubehör wie Filter, Kannen und Mühlen konnten angefasst und ausprobiert werden. Gleichzeitig bot das Festival viel Raum für Gespräche. Die Szene mischte sich: Baristas, Blogger, Händler und Kaffee-Neulinge – alle unter einem Dach.

Wissen, Wettbewerb und Wirkung

Ein klarer Höhepunkt war Christian Ullrich. Der Meister-Barista und Weltmeister leitete einen ausgebuchten Latte-Art-Workshop. Ruhig, präzise und konzentriert erklärte er Temperaturen, Konsistenzen und Bewegungen, während viele Besucher aufmerksam zusahen und zuhörten.

Zuvor moderierte er die erste Leipziger Barista Competition. Auf der kleinen Bühne mit viel Publikum präsentierten die Teilnehmer Espresso, schäumten Milch und stellten ihre Getränke vor. Die Jury bewertete Technik, Hygiene und Geschmack. Der Wettbewerb war professionell, aber entspannt – genau passend für eine Premiere.

Über den gesamten Tag liefen Cuppings, während Talks Einblicke in Kaffeeanbau, Lieferketten und Röststile gaben. Einige Themen gingen dabei besonders in die Tiefe, etwa Wasserqualität, Extraktion oder Nachhaltigkeit im Handel. Besucher kamen leicht ins Gespräch, stellten Fragen und probierten Sorten, die sie sonst möglicherweise nie entdeckt hätten.

Die Location als Bühne

Die Pittlerwerke bildeten ein starkes Rückgrat für das Festival. Sie gaben ihm mit ihrem Raumkonzept und Industriecharme einen markanten Rahmen. Industriecharakter und moderne Kaffeeszene bildeten eine starke Symbiose. Zwischen den Stützen standen Stände, Maschinen und Mühlen. Der Duft wechselte ständig – mal florale Noten, mal dunkle Röstungen.

Eine kleine Food-Zone sorgte für das leibliche Wogl mit Snacks, Herzhaftem und Süßem. Musikalisch wurde das Geschehen von verschiedenen Auftritten abgerundet.

Auch Nachhaltigkeit spielte eine sichtbare Rolle. Viele Besucher brachten eigene Tassen mit und das Festival stellte Wasserstationen bereit.

Bilanz und Haltung

Die Premiere ist geglückt. Die Organisatoren haben ein Format geschaffen, das Leipzig ernst nimmt und zeigt, dass die Stadt mehr kann als den Café-Alltag – sie verfügt über Szene, Wissen und Publikum.

Viele Besucher blieben lange oder kamen an mehreren Tagen, um das Geschehen intensiv zu erleben. Die Rückmeldungen waren eindeutig positiv. Das Festival soll 2026 fortgesetzt werden, möglicherweise größer, aber nicht lauter. Qualität bleibt der Kern.

Mehr Infos unter:
​​​​​​​www.leipzigcoffeefestival.de​​​​​​​

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