• Musik
Gespräch mit der Schlagersängerin Franziska

Du bist Musik!

„Ich finde es toll, dass Leipzig so grün ist und viel zu bieten hat” © Alexander Schumann

Es ist so einfach über Schlager die Nase zu rümpfen. Und zeugt in der Regel von soviel Unwissenheit und Borniertheit. Die in Leipzig lebende Schlagersängerin Franziska kann da ein Lied von singen. Ahoi-Redakteur Volly Tanner fragte sie jedoch nach ihren Liedern, ihrem Engagement in der Brustkrebstvorsorge und nach dem „Sibylla Augusta Preis“. Und sie antwortete gern:

Ahoi: Guten Tag, liebe Franziska. Nach mittlerweile 11 Alben und mehr als 30 Singleauskopplungen kommt gerade dein neuer Song „Du bist Musik“ in die Welt. So viel Ausstoß bei einer 28jährigen Sängerin ist selten. Wann hast Du denn angefangen mit Schlager und warum gerade mit Schlager?

Die Musik und gerade Schlager war schon immer ein wichtiger Teil in meinem Leben. Schon seit Kindertagen habe ich gesungen und mir kleine Tänze überlegt. Anfangs natürlich noch vor der Familie und Freunden, aber später dann auch vor richtigem Publikum.

Mit 14 Jahren gewann ich dann die Sommerhitparade in der ARD-Sendung „Immer wieder Sonntags“ und erhielt im Sommer 2011 meine erste Goldene Schallplatte. Außerdem durfte ich schon mit Künstlern wie Helene Fischer und Stefan Raab auf der Bühne stehen. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass mein Leben so verlaufen würde und bin unglaublich dankbar über die Momente, die ich schon erleben durfte.

Und warum Schlager? Ich finde, dass Schlager sehr viele tolle Facetten hat und bei jeder Lebenslage hilft. Man kann mit Schlager Geschichten erzählen und Gefühle ausdrücken. Gerade junge Menschen entdecken immer mehr den Schlager für sich. Eine Entwicklung, die ich als sehr positiv empfinde.

 

Ahoi: Du bist Leipzigerin. Scheinbar ja nicht gerade das El Dorado des Schlagers. Was macht Dich aber hier glücklich?

Ich finde es toll, dass Leipzig so grün ist und viel zu bieten hat. Obwohl ich schon sechs Jahre hier lebe, entdecke ich immer wieder etwas Neues. Erst vor Kurzem habe ich hier den „Wackelturm“ entdeckt mit dem herrlichen Blick über Leipzig. Außerdem kann man mit dem Rad die wundervolle Seenlandschaft erkunden oder einfach mit Freunden auf der Sachsenbrücke sitzen und den Musikern lauschen. Ich kann unsere Stadt nur jedem ans Herz legen. Sie ist definitiv eine oder auch mehrere Reisen wert.

 

Ahoi: Du engagierst Dich auch für die Brustkrebsvorsorge - konkret beim Pink Shoe Day, dessen Botschafterin Du auch bist – was ist das denn, dieser Pink Shoe Day?

Der Pink Shoe Day ist eine Aktion gegen Brustkrebs des "Haus Leben e.V.“ und findet einmal jährlich auf dem Augustusplatz in Leipzig statt. Hier werden Informationen und Beratungen über Brustkrebsvorsorge und -therapien geboten. Die pinken Schuhe stehen als Symbol für den Weg, den Menschen mit der Diagnose Brustkrebs auf sich nehmen müssen. Denn jedes Jahr erkranken in Deutschland über 75.000 Männer und Frauen an Brustkrebs. Den Betroffenen und Angehörigen soll mit dieser Aktion Aufmerksamkeit geschenkt werden. Auch meine Familie ist von Brustkrebs betroffen, deshalb ist es für mich eine Herzensangelegenheit, dieses Projekt zu unterstützen.

 

Ahoi: Du warst schon mit Helene Fischer, Andy Borg, Stefanie Hertel auf Tour. Wen wünschst Du Dir selber mal mit auf Deine Tournee, wenn es denn wieder losgeht?

Da ich die Musik von Howard Carpendale sehr mag, wäre eine gemeinsame Tour mit ihm noch ein persönliches Highlight in meiner künstlerischen Laufbahn als Sängerin.


Ahoi: Als Jurorin des Sibylla Augusta Preises 2021 hast Du ja auch Verantwortung für das Fortkommen so manches Musikanten. Kannst Du uns sagen, wer diese Sibylla Augusta ist und was das für ein Preis ist?

Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg lebte von 1675 - 1733 und war die Ehefrau des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, der auch unter dem Namen „Türkenlouis" bekannt ist. Zu diesen beiden Persönlichkeiten gibt es am schönen Zwenkauer See ein Café und ein Restaurant. Das Caféhaus „Sibylla Augusta“ und das Restaurant „Zum Türkenlouis“.

Der Betreiber Günter Bauer veranstaltete im letzten Jahr dazu erstmalig den „Sibylla Augusta Preis“ für Newcomer und Bands aus der Region Leipzig. Hierfür suchte er noch eine künstlerische Leitung. So kam ich über mehrere Umwege ins Gespräch und bin seither für die Künstlerauswahl zuständig.

 

Ahoi: Und kann man sich da noch bewerben? Wenn ja, wer und wie?

Bisher haben wir noch einige freie Plätze übrig. Es dürfen sich Künstler und Bands aller Musikrichtungen bei uns bewerben. Hierfür ist es auch nicht wichtig, ob man mit Coversongs oder eigenen Liedern auftritt. Wir haben insgesamt sechs Shows mit jeweils fünf Künstlern und Bands, welche von „Sachsen-Fernsehen“ in Leipzig aufgezeichnet und ausgestrahlt werden. 

Bewerben kann man sich über das Leipziger Portal „Popsaxony“ oder direkt über das Caféhaus „Sibylla Augusta". Eine kurze Beschreibung und Hörprobe reichen vollkommen aus!

 

Ahoi: Ich hörte von Preisgeld und einem Auftritt mit der Münchner Freiheit beim Finale. Weißt Du da Näheres?

Richtig! Die ersten drei Plätze können beim „Sibylla Augusta Preis“ ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro gewinnen und am 04.09.2021 zum großen Finale mit der Münchner Freiheit auf der Bühne stehen. Ich denke, dass ist für sehr viele Musiker eine tolle Referenz. Denn gerade in der jetzigen Krise gibt es kaum noch Plattformen um Sich und sein Können zu präsentieren.

 

Ahoi: Du arbeitest ja auch für die MUSIFA Leipzig, schräg gegenüber vom Haus des Buches. Was machst Du denn dort konkret?

Im Jahr 2014 habe ich hier meine Ausbildung als Gesangspädagogin begonnen und im Sommer 2017 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem bin ich wöchentlich dort und unterrichte meine eigenen Schüler und Schülerinnen.

Mir war es immer wichtig, neben meiner eigenen Karriere, auch noch ein weiteres Standbein zu haben. Eines Tages bin ich dann auf die MUSIFA aufmerksam geworden und habe mich dort beworben. In den drei Jahren meiner Ausbildung haben sich sehr gute Freundschaften entwickelt, die bis heute anhalten. Das war ein weiterer wichtiger Schritt ich meinem Leben, den ich nicht missen möchte.

 

Ahoi. Und wo können wir Dich in den nächsten Wochen mit „Du bist Musik“ überall erleben?

Durch die Krise gibt es leider noch nicht sehr viele Konzerte, die geplant sind.

Aber man kann mich und meinen Song natürlich weiterhin im Radio und TV sehen. Außerdem kann man durch die Social-Media-Kanäle auch täglich schauen, was ich so mache und plane. In der jetzigen Zeit ist das definitiv ein wichtiges Mittel, um den Kontakt zu meinen Fans aufrecht zu erhalten.

Franziska

Website

Das offizielle Video zu „Du bist Musik“:

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