Sportliche Großereignisse im Regen? Das war einmal! Im frühen 20. Jahrhundert bauten immer mehr Städte riesige, über- dachte Hallen für Sportevents. Dazu gehörten der Sportpalast in Berlin oder die Westfallenhallen in Dortmund. Aus einem Protokoll der Leipziger Messe AG von 1925 geht hervor, dass die Einrichtung einer solchen Halle auch in Leipzig diskutiert wurde. Statt eines Neubaus fassten die Leipziger allerdings ins Auge, die Halle 12 (die damals noch Halle 9 hieß) auf der Alten Messe künftig als „Sportpalast“ auszubauen. Zwei Jahre später ging es los: Der Leipziger Sportpalast wurde „Achilleion“ getauft. Hier fuhren unter der Ägide des Vereins Sportplatz Leipzig Radsportler auf einer eigens eingebauten Bahn von 1927 bis 1929 zahlreiche internationale Rennen. Darunter waren zwei Sechs-Tage- Rennen, eines im Januar 1928 und eines im Januar 1929.

