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Leipziger Sportpalast

Drei Jahre Sport-Spektakel im „Achilleion“

4 Radsportler bei der Siegerehrung
Zweites Sechs-tage-Rennen im Leipziger „Achilleion“ im Januar 1929 © Sportmuseum Leipzig

Sportliche Großereignisse im Regen? Das war einmal! Im frühen 20. Jahrhundert bauten immer mehr Städte riesige, über- dachte Hallen für Sportevents. Dazu gehörten der Sportpalast in Berlin oder die Westfallenhallen in Dortmund. Aus einem Protokoll der Leipziger Messe AG von 1925 geht hervor, dass die Einrichtung einer solchen Halle auch in Leipzig diskutiert wurde. Statt eines Neubaus fassten die Leipziger allerdings ins Auge, die Halle 12 (die damals noch Halle 9 hieß) auf der Alten Messe künftig als „Sportpalast“ auszubauen. Zwei Jahre später ging es los: Der Leipziger Sportpalast wurde „Achilleion“ getauft. Hier fuhren unter der Ägide des Vereins Sportplatz Leipzig Radsportler auf einer eigens eingebauten Bahn von 1927 bis 1929 zahlreiche internationale Rennen. Darunter waren zwei Sechs-Tage- Rennen, eines im Januar 1928 und eines im Januar 1929.

 

Spektakulär war 1927 auch der Finalkampf in der Deutschen Meisterschaft im Boxen zwischen Max Schmeling aus Berlin und Hein Domgörgen aus Köln. Domgörgen verlor gegen Schmeling durch Knock-out. Ab 1928 trugen die Sportveranstalter jedoch immer mehr Wettkämpfe in der noch besser geeigneten Messehalle 7 aus, sodass der Leipziger Sportpalast „Achilleion“ nach drei Jahren schon wieder Geschichte war.

Mehr Infos: www.stadtgeschichtliches- museum-leipzig.de

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