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Neueröffnung L’Osteria

DOLCE VITA in Leipzig

Der Tisch ist reich gedeckt! © L'Osteria

Laute italienische Live-Musik schallt über den Richard Wagner Platz. Sie stammt aus einem kleinen, mit Grünpflanzen und Luftballons abgeteilten Bereich vor den Höfen am Brühl. Ein roter Teppich und goldene Absperrkordeln nehmen hier geladene Gäste, Presse, Friends & Family in Empfang. Im Erdgeschoss der Höfe am Brühl eröffnet die zweite Leipziger Filiale der italienischen Gastronomiekette L’Osteria.

Es gibt Antipasti-Häppchen aus der Küche und natürlich Pizza. Dazu das Jubiläumsbier, zum 25-jährigen Bestehen der Kette in 2024 kreiert, Ramazzotti 0,0 und verschiedene Spritz-Varianten. Wer nicht zum offiziellen Opening geladen war, konnte sich schon seit dem 30. Mai ein Bild des neuen Familie-Italieners machen. Es wurde schnell eröffnet, um die Großveranstaltungen der letzten Wochen auszunutzen. Den Ansturm des Turnfestes mitzunehmen, das hat wohl gut geklappt: General Manager Noah Schober berichtet von 1.500 Gästen in den ersten 4 Tagen. Er leitete den Umbau gemeinsam mit Alexander Fuchs, Manager der Filiale Leipzig 1 am Martin-Luther-Ring. 

Opulent und einladend

Die erste Filiale verströmt eher eine traditionelle, familiäre Atmosphäre. Die neue Filiale am Brühl ist im Gegensatz dazu modern und prunkvoll, für Touristen und Leipziger, die eine Pause beim Einkaufen brauchen. So sollen, obwohl die Filialen nur knapp 500 Meter auseinander liegen, verschiedene Zielgruppen angesprochen werden. Seit der vorherige Italiener Valentino (jetzt in der Reichsstraße gegenüber dem Steigenberger Hotel) im vergangenen Herbst auszog, ist viel passiert. Die Räume wurden vollständig entkernt und quasi „nackt” an L’Osteria übergeben.

Der von Schober und Fuchs betreute Innenausbau dauerte 10 Wochen. Nun ist der Raum kaum wiederzuerkennen. Es wurden neue Wände gezogen, eine imposante Bar heißt die Gäste eindrucksvoll willkommen. Die Innenarchitekten und Designer von L’Osteria aus der Zentrale in München seien auch auf die persönlichen Wünsche der Manager, zum Beispiel nach bunterer Wandgestaltung und vielen Bildern, eingegangen. Letztere zeigen kleine Küstenorte, italienische Sonne und rustikale Tische mit Tellern voller Pasta. Das Interieur wird dominiert von braunem Leder, dunklem Holz, goldenen Accessoires und blumigen Details. Über der offenen Küche strahlt ein Neonschild mit dem Wort “CUCINA”. Typisch für die Systemgastronomie ist der Raum mit Statement-Lampen & Print-Tapeten geschmückt. In jeder Filiale stehen frische Lilien und Rosen am Eingang. Ein einheitliches Konzept, wobei dennoch jede Filiale ihre Individualität behält. 191 Gäste finden hier Platz, auf der Terrasse kommen weitere 122 Plätze dazu.

Wie in einer italienischen Familie

„Idealerweise bestellt ihr einfach ein paar Pizzen, die kommen in die Mitte vom Tisch und alle teilen das Essen, wie in einer italienischen Großfamilie.” wünscht sich Fuchs.

Schober wurde vor zwei Jahren als Servicemitarbeiter Teil von „la famiglia”, wie die L’Osteria-Belegschaft sich selbst nennt, und hat sich seitdem hochgearbeitet. Er leitet hier nun ein 50-köpfiges Team, ihm gehört die Filiale jedoch nicht. Es werden weitere Mitarbeiter gesucht, gerne Studenten und Minijobber, um die Stoßzeiten von 17-21 Uhr zu unterstützen. Zu „la famiglia” gehören alle Mitarbeiter, egal ob in der Zentrale in München oder in Leipzig im Service. Sie haben gemeinsame Songs, tragen T-Shirts mit dem Aufdruck „Pizza/Pasta-Lover”, auf den Toiletten läuft ein Italienischkurs. 

Gutes Essen mit System

Italiener waren jedoch tatsächlich nie beteiligt: Gegründet wurde die erste L’Osteria 1999 von Friedemann Findeis und Klaus Rader in Nürnberg. Wer zu L’Osteria geht, weiß genau, was er bekommt, egal in welcher deutschen Großstadt. Dünne Pizza, die weit über den Tellerrand schaut, Pasta, Antipasti, Tiramisu und Wein. Überall die gleichen Plastik-Salzstreuer, die aussehen, als wären sie aus dem kleinen Laden einer italienischen Nonna an der Ecke. Neuerdings gibt es auch eine Auswahl von Dips, damit der Pizzarand nicht übrig bleiben muss.

Die Filiale am Ring bietet auch italienischen Brunch mit Pizzabrötchen und Focaccia, eine Besonderheit im L’Osteria-Universum. Mittlerweile gibt es L’Osteria nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz, Österreich, Polen, Luxemburg und weiteren Ländern. Italien ist vorerst noch ein weißer Fleck auf der L'Osteria-Landkarte, doch die Kette habe auch italienische Fans, so Marketingleiterin ​​Anna Lisa Ploss aus München. Zur Kette gehört seit 2015 auch eine eigene Pastamanufaktur in Nürnberg; 2019 kam außerdem die Kaffeerösterei Bar Italiana“ in Wertheim dazu.  Mittlerweile gibt es über 200 Filialen in acht europäischen Ländern; bis 2030 sollen es 500 werden.

L'Osteria Leipzig Brühl
Brühl 1, 04109 Leipzig
 

Mo-Do 11:30 bis 23: 00 Uhr
Fr+Sa 11:30 bis 24:00 Uhr
an Sonn- und Feiertagen von 12:00-23:00 Uhr

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