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Mitteldeutsche Innovationsregion Obstanbau

Digitalisierung im Obstbau

Wie kann der Obstbau in Mittel deutschland von der Digitali sierung profitieren und fit für die Zukunft gemacht werden? Das untersucht ein Team aus Forschung und Wirtschaft im Projekt MIRO.

Das Future Cubes Spiel
Mit dem Future Cubes Spiel kommen die Forschenden mit Passanten in den Austausch © Marisa Becker

Im Projekt MIRO (kurz für „Mitteldeutsche Innovationsregion Obstanbau“) setzen sich Forschende aus unterschiedlichen Instituten mit der Frage auseinander, wie die Herausforderungen, vor denen der Obstbau steht, mithilfe digitaler Lösungen gemeistert werden können. 

Gesucht und erprobt werden zum Beispiel Ideen dazu, wie die regionale Vermarktung von Obst aus Mitteldeutschland verbessert werden kann.

Plattform für regionale Erzeuger

Arne Präger arbeitet im Smart Farming Lab der Universität Leipzig und ist Teil des Projekts. Er und sein Team entwickeln eine Open-Source-Plattform, auf der regionale Erzeuger mit Direktvermarktungsplattformen verbunden werden sollen. 

„In Zukunft ist auch geplant, die Gastronomie und Mensen einzubinden. Diese sollen dann direkt über die Plattform Produkte von regionalen Erzeugern kaufen können“, erklärt Präger. Das Ziel ist es, 2026 mit einem funktionierenden Prototyp online zu gehen. 

Im Rahmen des Projekts MIRO werden aber nicht nur Lösungen für den Vertrieb gesucht, sondern einzelne Anwendungsfälle setzen bereits bei der Erzeugung an. So wird zum Beispiel erforscht, wie die Betriebe in Zukunft smarter mit ihrem betrieblichen Wasserbedarf und der lokalen Wasserverfügbarkeit umgehen können. 

Ein weiteres Forschungsprojekt widmet sich der Frage, wie der Austausch zwischen den Betrieben in Bezug auf Sorten verbessert werden kann. Denn durch den Klimawandel herrschen zunehmend andere Anbaubedingungen, die den Obstbau vor Herausforderungen stellen

Über die Praxispartner sollen die Projekte direkt in die Umsetzung gebracht werden. Arne Präger

Verlängerung bis 2027

Neben der Universität Leipzig sind auch die TU Dresden, das UFZ, Fraunhofer ISI und IVV sowie das IMMS und verschiedene Praxispartner an MIRO beteiligt. Im Januar wurden die Zwischenergebnisse des Projekts beim 2. Mitteldeutschen Digitaltag vorgestellt. 

Eröffnet wurde das Netzwerktreffen durch Dr. Hildegard Garming vom Thünen-Institut. Mit ihrem Beitrag zu den Herausforderungen im Obstbau unterstrich sie die Notwendigkeit des Projekts MIRO. Es läuft bis Ende 2027.

Weitere Infos zum Projekt MIRO unter
www.obstbau-digital.de

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