Bäume tauschen Terpene aus
Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen die positive Wechselwirkung zwischen Baum und Mensch. In Japan gibt es das „Shinrin-yoku“, übersetzbar mit „ein Bad im Wald nehmen“, schon auf Rezept. Das erfährt man von der Forschungsgruppe „Wald | Gesund“ der Uni Greifswald, die derzeit ein Waldtherapieangebot entwickelt.
Studien, die zeigen, dass allein schon ein achtsamer Waldspaziergang antidepressiv wirkt, existieren längst. Auch in der kalten Jahreszeit sucht Mareen Müller ihren Platz im Wald regelmäßig auf, um die Gedanken zur Ruhe zu bringen. „Bäume tauschen Terpene aus. Das sind Duftstoffe, um zum Beispiel einem erkrankten Baum in der Nähe zu helfen“, sagt sie. Auch der Mensch könne von den Terpenen profitieren.
Stress wiederum gehe oft mit schlechter Laune einher, die man nach außen trage. Ein negativer Kreislauf beginnt, der sich aufbrechen lässt. „Wenn ich Wertschätzung nach außen gebe, wird sie zurückgespiegelt“, sagt die Naturkennerin. Bewusste Wertschätzung gegenüber den Geschöpfen im Wald, etwa bei der Begegnung mit einem Vogel, könne zu einer positiven Grundstimmung führen.