Erstmals synthetisiert wurden Polyurethane (PUR) schon kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Ihren industriellen Aufschwung erlebten die PUR-Kunststoffe in den 1960erund 1970er-Jahren in beiden Teilen Deutschlands. Plötzlich tauchten Möbel in futuristischen Formen und allen Farben auf, etwa das „Garten-Ei“ oder der „Z-Stuhl“.
„Zwischen Chemieprogramm, Massenproduktion und Gestaltungsidealen wurde PUR in der DDR zur Staatsaufgabe“, schreibt das Stadtmuseum Halle und zeigt ikonische Möbelstücke, beleuchtet die deutsch-deutsche Transfergeschichte rund um PUR-Möbel und fragt, welche Rolle die Politik dabei spielte. Filmausschnitte geben Einblicke in die Herstellungsprozesse. Außerdem geht es um Fragen der Wiederverwertung von Polyurethan.


