Hunde sind unsere besten Freunde, Seelentröster und ständige Begleiter. Mit ihrer Treue und bedingungslosen Liebe zaubern sie ihren Haltern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Doch um diese kostbare Zeit mit unseren Vierbeinern möglichst lange zu genießen, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden hängen von vielen Faktoren ab, die verantwortungsbewusste Hundehalter verstehen und umsetzen sollten.
Ernährung
Von Natur aus sind Hunde Allesfresser mit einem hohen Bedarf an tierischen Proteinen. Ihre Ernährung sollte eine Mischung aus Fleisch, Gemüse und Obst enthalten, um alle notwendigen Nährstoffe zu liefern. Hochwertige Proteine aus Fleisch sind dabei besonders wichtig für den Muskelaufbau und die Gewebereparatur, während Fette Energie liefern und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen unterstützen. Kohlenhydrate gelten als zusätzliche Energiequelle und fördern eine gesunde Verdauung. Die Vorfahren unserer Hunde, die Wölfe, ernährten sich hauptsächlich von Fleisch, ergänzt durch Früchte, Beeren, Wurzeln und gelegentlich Insekten. Für domestizierte Hunde gilt das Prinzip: Fleisch sollte den Hauptbestandteil ihrer Ernährung ausmachen. Muskelfleisch, Innereien wie Leber, Herz und Niere, sowie Knochen und Fisch bieten wertvolle Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, die für ihre Gesundheit wichtig sind.
Obwohl Fleisch der Hauptbestandteil ihrer Ernährung sein sollte, profitieren Hunde auch von einer ausgewogenen Menge an Gemüse und Obst. Karotten, Brokkoli, Zucchini und Kartoffeln liefern wichtige Ballaststoffe und Vitamine. Diese stärken das Immunsystem und fördern eine gesunde Verdauung. Obstsorten wie Äpfel, Bananen und Beeren können als leckere und nahrhafte Snacks dienen. Jedoch darf Obst nur in Maßen gefüttert werden, um übermäßigen Zuckerkonsum zu vermeiden. Kräuter sind ebenfalls eine wertvolle Ergänzung zu Hundeernährung, vorausgesetzt, sie werden in geringen Mengen verwendet. Viele Fellnasen wissen instinktiv, welche Pflanzen ihnen guttun. Beispielsweise können die meisten Hundehalter ihre Vierbeiner dabei beobachten, wie sie auf einer Wiese nach einem bestimmten Gras schnuppern. Sie suchen das Gras Quecke, welches den Magen beruhigt.
Es gibt weitere Kräuter, die Hunden gesundheitliche Vorteile bieten:
- Brennnesseln entwässern und unterstützen die Nieren
- Fenchel beruhigt den Magen
- Basilikum wirkt antioxidativ und verdauungsfördernd
- Kamille hilft bei Magen-Darm-Beschwerden und Hautentzündungen
- Petersilie bekämpft Mundgeruch
- Schafgarbe unterstützt die Leber
- Thymian unterstützt die Atemwege
- Dill, Löwenzahn, Minze und Oregano verbessern die Verdauung und stärken das Immunsystem
Jedoch sollten einige Kräuter gemieden werden, da sie für Hunde schädlich sind. Dazu gehören Zwiebeln und Lauch wegen des enthaltenen Alliins, Rosmarin wegen der krampffördernden Wirkung und Hopfen, der in großen Mengen gesundheitsschädlich sein kann. Auch Waldmeister, Muskatnuss, Salz und koffeinhaltiger Tee sind gefährlich. Insgesamt sollten Kräuter sparsam und gezielt eingesetzt werden.
Bei kommerzieller Hundenahrung ist ebenfalls Vorsicht geboten. Nicht alle Produkte auf dem Markt bieten die Qualität, die für die Gesundheit eines Hundes gut ist. Viele handelsübliche Futter enthalten unnötige Füllstoffe, künstliche Zusatzstoffe und Konservierungsmittel, die mehr schaden als nützen. Zu den schädlichen Stoffen gehören:
- Zucker,
- künstliche Farb- und Aromastoffe sowie
- Konservierungsmittel wie BHA, BHT und Ethoxyquin
Diese Zusätze können für die Vierbeiner gesundheitsschädlich sein, indem sie allergische Reaktionen, Verdauungsprobleme und langfristig sogar ernsthafte Krankheiten verursachen.
Natürliche Futteralternativen für Hunde
Biologisch artgerechtes rohes Futter (Barf) gewinnt unter Hundebesitzern zunehmend an Beliebtheit. Diese Methode setzt auf die Fütterung von rohem Fleisch, Knochen, Innereien und ergänzenden Gemüse- und Obstsorten. Befürworter des Barfens argumentieren, dass sie der natürlichen Ernährung von Wölfen am nächsten kommt und dadurch besonders gesund für Hunde ist. Zudem wissen Hundebesitzer beim Barfen, was genau in dem Futter enthalten ist. Jedoch birgt Barfen auch Risiken. Eine unsachgemäße Zusammenstellung kann zu Nährstoffmängeln führen, insbesondere bei Welpen, alten oder kranken Hunden. Zudem erfordert die Zubereitung von Barf-Mahlzeiten viel Zeit und Geld. Bei dieser Methode ist es äußerst wichtig, auf Hygiene zu achten, um Kontaminationen zu vermeiden. Hundebesitzer, die sich für das Barfen interessieren, sollten sich gründlich über die Vor- und Nachteile informieren und idealerweise mit einem auf Ernährung spezialisierten Tierarzt zusammenarbeiten, um einen ausgewogenen Futterplan zu erstellen.
Neben Barfen ist selbstgekochtes Hundefutter eine weitere Möglichkeit, die Ernährung des Vierbeiners individuell anzupassen. Durch diese Methode können Hundehalter genau kontrollieren, welche Zutaten verwendet werden und somit sicherstellen, dass keine unerwünschten Zusatzstoffe enthalten sind. Allerdings muss auch hier beachtet werden, dass die Selbstgemachte Futteralternative alle notwendigen Nährstoffe ausreichend beinhaltet.
Gesundheitsvorsorge für Fellnasen
Für die Gesundheit der Vierbeiner sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unerlässlich. Das ist vor allem wichtig, um den Zustand des Hundes zu überwachen und potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Es wird empfohlen, mindestens einmal jährlich zur Untersuchung zu gehen. Allerdings sollten ältere Hunde und solche mit bestehenden Gesundheitsproblemen möglicherweise häufiger den Arzt besuchen.
Zu den wichtigsten Untersuchungen gehören eine gründliche körperliche Untersuchung, Bluttests, Zahnkontrollen und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall. Impfungen und Entwurmung sind ebenfalls wesentliche Bestandteile der Gesundheitsvorsorge. Regelmäßige Impfungen schützen Hunde vor gefährlichen Krankheiten wie Tollwut, Staupe und Parvovirose. Entwurmungskuren beugen einen Befall durch Parasiten wie Würmer vor und müssen in regelmäßigen Abständen angewendet werden. Im besten Fall sollten diese vor der Impfung durchgeführt werden, damit der Organismus nicht geschwächt ist, wenn die Krankheitserreger eingeführt werden.
Da die Vierbeiner nicht reden können, um ihre Beschwerden zu melden, müssen Hundehalter auf Anzeichen von Gesundheitsproblemen achten. Zu den Symptomen, die auf eine Erkrankung hindeuten, gehören:
- Appetitlosigkeit
- ungewöhnliche Müdigkeit
- Husten
- Erbrechen
- Durchfal
- Veränderungen im Verhalten
Bei solchen Anzeichen sollte der Tierarzt umgehend konsultiert werden.
Für den Notfall ist es ratsam, sich mit Erste-Hilfe-Maßnahmen für Hunde vertraut zu machen und eine Notfallapotheke zu Hause zu haben. Dazu gehören Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel und eine Liste mit wichtigen Telefonnummern, einschließlich der des Tierarztes und einer Klinik. Hundehalter müssen bei einem Notfall Ruhe bewahren, denn die Vierbeiner sind sehr sensibel und reagieren stark auf unsere Stimmung. Da tierärztliche Behandlungen oft recht hohe Kosten haben, kann eine Hundekrankenversicherung eine sinnvolle Investition sein. Sie bietet finanzielle Sicherheit und schützt vor unerwarteten Ausgaben. Diese Option lohnt sich, da die Kosten für Medikamente, Impfungen und Operationen oft bis zu drei- oder sogar vierstellig sein können.




