Nachhaltigkeit wird im Leipziger BMW- Werk bereits seit Jahren großgeschrieben. Nicht umsonst gilt das Werk als eine der nachhaltigsten und modernsten Automobilfabriken der Welt. Seit einigen Monaten hat das Werk im Leipziger Norden ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Als erstes Automobilwerk der Welt nutzt das BMW-Group-Werk Leipzig in seiner Lackiererei eine neu entwickelte Brennertechnologie, mit der neben Erdgas auch grüner Wasserstoff verbrannt werden kann – sowohl einzeln als auch im Gemisch. „Dieser technologische Durchbruch unterstreicht unsere Innovationskraft und unseren Willen, die Nachhaltigkeit unserer Produktion kontinuierlich weiter zu verbessern“, freut sich Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic. Der Einsatz des Doppelbrenners erfolgt zunächst im Pilotbetrieb. Und laut Pressesprecher Kai Lichte ist dieser erste Wasserstoffbrenner in der Lackiererei erst der Anfang einer weiteren Umrüstung im Leipziger BMW- Werk. „Der erste von insgesamt zehn Trocknersträngen wird bis zum Sommer komplett umgerüstet sein“, blickt er voraus. Die vollständige Umrüstung der insgesamt 68 Brennersysteme sei – wenn der Anschluss an eine Wasserstoff- Pipeline gegeben ist – frühestens 2025 umsetzbar. Erst dann komme übrigens auch eine relevante Einsparung von Erdgas zum Tragen. Das aktuell genutzte, relativ kleine Brennersystem wurde in Kooperation mit der Firma Saacke aus Bremen entwickelt, das Fraunhofer- Institut IFF in Magdeburg unterstützt bei der Integration des Sicherheitskonzepts. Die Umstellung der beiden Brennstoffe Wasserstoff und Erdgas kann im laufenden Betrieb erfolgen. Wasserstoff stellt aufgrund der kurzen Betankungszeiten, der hohen Nutzlast und der Einsatzflexibilität sowie attraktiver Reichweiten vor allem in der Transportlogistik einen vielversprechenden Energieträger dar. Der Einsatz von grünem Wasserstoff, welcher auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt wird, schafft somit wichtige Voraussetzungen für eine zukünftig CO2-reduzierte Langstreckenlogistik.




