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Käserei-Handwerk

Al Capone trifft Anna

Seit 2018 gibt es in der Südvorstadt den „cäseladen“, einen Laden für alle Arten und Sorten von Käse. Zeit, dem Betreiber Christian Hallmann einen Besuch abzustatten.

Christian Hallmann
Christian Hallmann, Inhaber des „cäseladens“ © Christoph Busse

Der Bestseller in Christian Hallmanns „cäseladen“ hat etwas von einem leckeren Drops. „Leuchtturm-Käse“ heißt die Delikatesse aus Dänemark, die der Familienvater in seiner Kühlvitrine liegen hat.

„Der Geschmack erinnert ein bisschen an Karamell“, sagt er. „Meine Tochter nennt ihn Bonbon-Käse.“

Welt aus Gerüchen und Geschmack

Es ist die Beschreibung zweier Käse-Liebhaber. Christian Hallmann ist der Inhaber des „cäseladens“ in der Arthur-Hoffmann-Straße, den er 2018 erönet hat. Wer zu ihm kommt, betritt eine Welt von wunderbaren Gerüchen und Geschmäckern, „wie man sie nur aus Käse herausholen kann“, findet der 43-Jährige. „Wurst kann da meiner Meinung nach in dieser Vielfalt einfach nicht mithalten.“

40 Sorten aus der Milch von Schaf, Ziege und Kuh, auch ein wenig vom Büffel hat er vorrätig. Darunter finden sich bekannte Klassiker wie Gouda und Blumenkäse. Es gibt aber auch echte Namen-Exoten wie „Beschwipste Anna“, „Belgischer Trüffelkäse“ und „Al Capone“.

Dabei gibt es alle Verarbeitungssorten: Molkenkäse, Hart-, Schnitt- und Weichkäse, die im Laden umringt werden von passenden Weinen, Marmeladen oder Brot. Vieles davon in Bio-Qualität „und bevorzugt aus der Region“, sagt Christian Hallmann. Die Käsesorten kommen aus der ganzen Welt.

Der ‚Leuchtturm‘ schmeckt nach Karamell. Christian Hallmann, Inhaber des „cäseladens“

Ausbildung zum Käser

Für den mittlerweile zweifachen Vater ist es ein langer Weg bis zum eigenen Laden gewesen. Er stammt aus dem Ruhrgebiet, hat studiert, war in seiner Jugend viel auf Reisen.

Irgendwann entdeckte er für sich immer mehr das Interesse an Käse. Also ließ er sich zum Käser ausbilden und arbeitete fast sechs Jahre lang auf verschiedenen Milch- und Landhöfen. Dann kam der „cäseladen“. Dieser ist ein absolutes Kleinod, inmitten von Supermärkten ein stiller Ort, an dem das Käserei-Handwerk ein echtes Zuhause hat.

Genauso wie das, was es braucht, um einen solchen Laden aufzubauen und zu führen. Das findet sich in Christian Hallmanns Satz: „Ich liebe Käse.“

cäseladen
Arthur-Homann-Straße 93
Mi–Fr 9.30–18 Uhr, Sa 8–12 Uhr
www.facebook.com/caeseladen

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