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Im November 2024

Ahoi, Leute

Herzlich willkommen im November! Künstlerin Ari kritzelt Lebensweisheiten, Kunsthandwerkerin Tatjana Hildebrand jongliert zwischen Beruf und Kindern, Friseur Elija Muckenthaler vergrößert die Familie, Fotograf Steve Rohde fasziniert mit Straßenszenen und Pfarrer Christian Wolff appelliert an die Menschlichkeit.

Steve Rohde
Steve Rohde © Christian Kneise

Fotograf

Steve Rohde

Vom Altenpfleger über Mediengestalter bis hin zum Studium der Verlagsherstellung – heute arbeitet Steve Rohde als Marketingexperte bei einem Verkehrsunternehmen.

Am liebsten schnappt sich der 41-Jährige in seiner Freizeit die Kamera, fährt nach Berlin und fängt Straßenszenen ein. „Alles passiert ungeplant. Ich muss die Situation erkennen, den Moment einfangen und auf die Leute zugehen. Das ist herausfordernd für mich“, verrät der Familienvater. Eine Auswahl seiner Werke war im August in der Gemeinschaftsausstellung „Schichtwechsel 4.0“ im Tapetenwerk zu sehen.

Töpferin

Tatjana Hildebrand

Das Atelier Tischkultur auf dem Feinkostgelände existiert seit Sommer 2019. Gründerin ist Tatjana Hildebrand, eine ausgebildete Keramikerin aus Leipzig. „Ich arbeite an einem schönen Ort und habe einen wunderbaren Beruf“, schwärmt die 35-jährige Mutter zweier Kinder.

Das Leben als selbstständige Geschäftsfrau und Mutter sei nicht immer einfach, aber sie wolle nicht klagen. „Die Menschen, die meine Kurse besuchen, gehen glücklich nach Hause“, sagt die Kunsthandwerkerin. An den Adventswochenenden ist sie auf dem Feinkost-Weihnachtsmarkt anzutreffen.

Pfarrer im Ruhestand

Christian Wolff

Der 74-jährige Theologe und Autor beschäftigt sich mit den wichtigen Themen unserer Zeit. Als ehemaliger Pfarrer der Thomaskirche Leipzig hat Christian Wolff in der Messestadt Geschichte geschrieben. Mit seinem Namen ist der musikalische Bildungscampus „forum thomanum“ verbunden.

2014 war er Initiator der Initiative „Willkommen in Leipzig – eine weltoffene Stadt der Vielfalt“, die sich gegen Legida starkmachte. „Menschenrechte, Demokratie und die Grundwerte des Glaubens sind zentrale Aspekte meiner Arbeit“, sagt der gebürtige Düsseldorfer. Schon als Schüler nahm er an seiner ersten Antikriegsdemonstration teil.

Unternehmer

Elija Muckenthaler

Die Karriere von Elija Muckenthaler begann unter dem Namen „Herr Noland“ – eine Hommage an seinen ehemaligen Informatiklehrer. Der gebürtige Bayer eröffnete vor 13 Jahren in Leipzig seinen ersten Friseurladen im Täubchenweg. Heute besitzt der 39-jährige Hairstylist und Familienvater vier Salons im Osten, Westen und Süden der Stadt.

Er habe frischen Wind und neue Farben in die Salons gebracht. Seine Freizeit verbringt er gerne mit seinen Kindern. Das Lieblingsreiseziel der Familie ist Italien, wo er „La dolce vita“ genießt und Styling ausnahmsweise mal nicht im Mittelpunkt steht.

Künstlerin

Kritzels by Ari

Als Ari das erste Mal Leipzig besuchte, wusste sie sofort, dass sie hier leben möchte. Die 29-jährige gebürtige Nürnbergerin, deren Eltern Musiker sind, hat Französisch und Philosophie in Mainz, Dijon und Québec studiert. Später arbeitete sie als Dolmetscherin und unterrichtete Sprachen.

Einen kreativen Raum fand sie auf der Eisenbahnstraße. „Anfangs ohne konkrete Absicht. Ich habe einfach ausprobiert und Linoldrucke mit Sprüchen gemacht, die in meinem Leben eine Bedeutung haben“, erklärt sie. Im Café Analog im Pöge-Haus gibt es die Unikate für einen schmalen Taler.

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