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Im Mai 2024

Ahoi, Leute

Hallo, Wonnemonat Mai! Schauspieler David Leubner setzt sich eine Teufelsmaske auf, Tätowiererin Marie Ruhnau zeichnete schon als Kind, Friederike Hofmeister verehrt Leipzigs berühmtesten Thomaskantor, der Forscher Martin Radenz überwinterte ein Jahr am Südpol und Marlene Alexander hat sich einen großen Traum in Gohlis erfüllt.

David Leubner
David Leubner © Janine Bächle

Fausts Gefährte

David Leubner

Leipzigs legendäres Lokal, der Auerbachs Keller, existiert seit fünf Jahrhunderten. Gefeiert wird der Geburtstag drei Jahre lang – mittendrin Mephisto aus Goethes Tragödie „Faust“.

Der „alte“ Teufel alias Hartmut Müller, der seit 30 Jahren ins Kostüm schlüpft, bekommt jetzt Verstärkung. Film- und Theaterschauspieler David Leubner freut sich auf seine neue Aufgabe: „Es ist eine schöne Rolle. Ich kann sie entwickeln und wachsen lassen“, so der vielseitige 34-jährige Leipziger. Das Stück ,Der kleine Prinz‘, in dem Leubner alle 14 Rollen selbst spielt, ist als Freiluft Theater stück am 12. Mai im „Hofkultur West“ zu erleben.

Zwölf Monate im Eis

Martin Radenz

Der promovierte Meteorologe Martin Radenz, der am Leibniz Institut für Troposphärenforschung in Leipzig arbeitet, hat zu Forschungszwecken ein Jahr in der Eiswüste der Antarktis gelebt.

„Während unseres Aufenthalts an der Neumayer Station wollten wir unter anderem genauer verstehen, wie Wolken an der Küste der Antarktis entstehen und wann sie Schneefall verursachen“, erklärt der 32 Jährige nach seiner Rückkehr. Beispielsweise wurde mit einem grünen Laserstrahl gemessen, in welcher Höhe sich Wolken und kleinste Verunreinigungen in der Luft, die sogenannten Aerosole, befinden.

Fokus auf Regionales

Marlene Alexander

Die Thüringerin Marlene Alexander kam vor drei Jahren nach Leipzig. „Das war die beste Alternative zu Weimar, wo ich aufgewachsen bin“, sagt die 22-jährige gelernte Kauffrau im Einzelhandel. Kürzlich hat sie im Stadtteil Gohlis ihr Geschäft „Lenes Regionalmarkt & Café“ eröffnet.

„Mir gefällt es, mit den Kunden in persönlichen Kontakt zu treten und mit einheimischen Produkten einen Beitrag für Nachhaltigkeit zu leisten.“ Im Nachbarschaftsladen um die Ecke gibt’s nicht nur Gemüse und Obst, Fleisch und Wurst, Getränke und Backwaren, sondern auch eine lebendige Gesprächskultur.

Tattoo-Künstlerin

Marie Ruhnau

Als Kind hat Marie Ruhnau vor allem im Kunstunterricht besonders gut aufgepasst. „Ich bin auf dem Dorf groß geworden und habe es geliebt, Pferde zu zeichnen“, erzählt die 29 Jährige aus dem Ruhrgebiet. Vor sieben Jahren kam sie nach Leipzig – als Naturmensch liebt sie das grüne Flair der Stadt, das ihr als Inspirationsquelle dient.

Als Tätowiererin mit dem Künstlernamen „Marie Weitwinkel“ bietet sie farbige, detailreiche Tattoos im Neo Traditional Style im Studio „Drei der Münze“ an. Sie ist glücklich, mit ihrem Job den Menschen so nah sein zu dürfen.

Neu im Bach-Archiv

Friederike Hofmeister

Kulturmanagerin Friederike Hofmeister ist von Berlin nach Leipzig gezogen, um künftig im Bach Archiv die Geschäfte zu führen. „Johann Sebastian Bach bildet das Fundament meiner eigenen musikalischen Ausbildung und ist für mich bis heute der faszinierendste Komponist überhaupt“, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin.

Es sei ein großes Privileg, an Bachs Hauptwirkungsstätte zu arbeiten. Im Alter von 13 Jahren wurde sie als klavierspielende Jungstudentin an der Musikhochschule in Stuttgart aufgenommen. Nach eigenen Angaben fühlte sich Hofmeister später hinter einer Bühne sehr viel wohler.

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