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Unterwegs in Sachsen-Anhalt

5 Ideen, wie Familien Sachsen-Anhalt spielerisch entdecken können

© lapping auf Pixabay

Nicht jede Entdeckung beginnt mit einem Reiseführer. Manchmal reicht ein Stickerheft, ein Wanderpass oder ein versteckter Schatz im Wald. Sachsen-Anhalt bietet viele Möglichkeiten, Geschichte, Natur und Kultur gemeinsam zu erkunden. Diese fünf Ideen verbinden Bewegung, Wissen und kleine Erfolgserlebnisse – ganz ohne langweilige Museumsrunde.

1. Mit dem Entdeckerheft auf Welterbe-Tour

Wer Kultur gern mit kleinen Abenteuern verbindet, findet mit dem Entdeckerheft den perfekten Begleiter. Es führt Familien zu den UNESCO-Welterbestätten in Sachsen-Anhalt. An jeder Station wartet ein exklusiver Sticker, der in das Heft eingeklebt werden kann. Wer mindestens vier Sticker sammelt und den Geheimcode knackt, nimmt am jährlichen Gewinnspiel teil. So wird aus jedem Ausflug eine kleine Mission, die mehrere Ausflüge miteinander verbindet. Das Heft ist kostenlos an den Welterbe-Stationen erhältlich und kann auch online bestellt werden.
Das Sammelprinzip motiviert Kinder dazu, mehrere Ausflugsziele entdecken zu wollen. Gleichzeitig lernen sie spielerisch das UNESCO-Welterbe in Sachsen-Anhalt kennen.

2. Mit der Harzer Wandernadel Stempel sammeln

Sticker sammeln macht Spaß – Stempel sammeln ebenso. Im Harz wartet mit der Harzer Wandernadel eines der bekanntesten Sammelsysteme Deutschlands. An insgesamt 222 Stempelstellen stehen kleine Kästen entlang von Wanderwegen, Aussichtspunkten oder historischen Orten. Jeder Stempel kommt in den Wanderpass. Bereits mit acht Stempeln gibt es die erste Auszeichnung in Bronze.
Für Kinder wird jede Wanderung damit zu einer Schatzsuche. Oft steht gar nicht mehr der Gipfel im Mittelpunkt, sondern die Frage: "Wo versteckt sich der nächste Stempel?"
Das Prinzip ähnelt dem Entdeckerheft: sammeln, entdecken und nach und nach eine eigene Sammlung aufbauen.

 

3. Geocaching – Schatzsuche mit GPS

Wer ein Smartphone dabeihat, kann Sachsen-Anhalt auf eine ganz andere Weise kennenlernen. Beim Geocaching suchen Familien mithilfe von GPS-Koordinaten kleine Behälter, die an besonderen Orten versteckt sind. Mal führt die Suche zu einer Burgruine, mal an einen Aussichtspunkt oder in einen Wald. Viele Caches erzählen nebenbei etwas über den jeweiligen Ort oder enthalten kleine Rätsel. Dadurch wird aus einem Spaziergang schnell ein Abenteuer.
Kinder bewegen sich draußen, lösen Aufgaben und entdecken Orte, an denen sie sonst wahrscheinlich vorbeigelaufen wären.

4. Themen- und Erlebnispfade erkunden

Nicht jeder Wanderweg ist einfach nur ein Weg. In Sachsen-Anhalt gibt es zahlreiche Themenpfade, die Wissen mit Bewegung verbinden. Ein Beispiel ist der Wernigeröder Märchenweg. Entlang der Strecke warten Spielstationen und Aufgaben rund um bekannte Märchen wie Hänsel und Gretel, Rotkäppchen oder Rapunzel. Der Weg endet am Kaiserturm auf dem Armeleuteberg und gilt als familienfreundlich. Auch Naturlehrpfade, Planetenwege oder Waldpfade laden dazu ein, Tiere, Pflanzen oder den Sternenhimmel spielerisch kennenzulernen.
Kinder lernen unterwegs ganz nebenbei – ohne das Gefühl zu haben, Unterricht zu machen.

5. Stadtrallyes statt klassischer Stadtführung

Viele Städte lassen sich inzwischen mit Rätselheften oder digitalen Rallyes erkunden. Statt Sehenswürdigkeiten nur anzuschauen, suchen Familien Hinweise, lösen Aufgaben oder beantworten Fragen. Gerade historische Städte wie Quedlinburg, Halle oder Wernigerode bieten dafür gute Voraussetzungen. Aus dem Stadtrundgang wird eine gemeinsame Entdeckungstour, bei der jedes gelöste Rätsel den nächsten Hinweis liefert.
Geschichte wird greifbar und Kinder bleiben deutlich länger bei der Sache als bei einer klassischen Führung.

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