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Vom TV-Wettkochen zum Sterne-Dinner

3 Gänge Gäng – Pop-up-Dinner

Was als TV-Duell begann, wurde zur echten Erfolgsgeschichte: Fünf Leipziger Hobbyköche verwandelten ihren „Dinner“-Wettkampf in eine Freundschaft – und in ein kulinarisches Erlebnis, das nach Wiederholung schreit.

Floh, Tony, Max, Michèl und Maria sind angetreten, um die Gäste mit dem Kochlöffel zu verzaubern © Marion Bröhl

Eingefleischten Fans der VOX-Serie „Das perfekte Dinner“ sind die fünf Leipziger längst ein Begriff: Maria, Michèl, Florian, Max und Tony kochten im Januar 2025 in der Messestadt um die Wette – und um 3.000 Euro. Max errang mit 39 Punkten knapp den Sieg – verdient hätten ihn alle fünf, so sympathisch und ambitioniert, wie sie ins Rennen gingen. Auffällig war in der Leipziger Woche nicht nur die Harmonie zwischen den Teilnehmern, sondern auch das außergewöhnlich hohe Niveau der Kochkunst.

 

Die Chemie stimmte

Nach dem Wettkampf wurden aus den fünf Konkurrenten gute Freunde – inklusive ihrer Partner. Man traf sich regelmäßig zum Kochen und Essen und feierte sogar gemeinsam Michèls Hochzeit. Die kulinarische Leidenschaft blieb ungebremst: Seit Juli posten die fünf als „3-Gänge-Gäng“ (Instagram/3gangegang) professionelle Videos rund um Kulinarik und Rezepte. Irgendwann hatte Floh die Idee, auch für andere zu kochen. Doch vor dem Bewirten zahlender Gäste stand die Feuerprobe: ein Pop-up-Dinner für Freunde und Familie. Michèls Trauzeuge ermöglichte den Zugang zur Showküche von Küchen Weidner in Taucha – es wurde einmal Probe gekocht, und am 17.10.25 wurde es ernst: 20 geladene Gäste kamen in den Genuss des ersten Sieben-Gang-Dinners der 3-Gänge-Gäng.

 

Ein Fest für den Gaumen

Wer sich mit Kochen auskennt, weiß, wie viel Arbeit schon drei Gänge bedeuten. Nach zwei Tagen Vorbereitung zauberte die Leipziger Koch-Gäng ein Sieben-Gänge-Menü, das wahrlich preiswürdig war: Nach einem rustikalen „Bämmchen“, hinter dem sich ein selbstgebackenes, geröstetes Ciabatta mit Carbonarabutter und Speckpulver verbarg, folgte die Geschmacksexplosion. Als „Tomate Mozzarella“ angekündigt, entpuppte sich die Vorspeise als Burrata-Creme mit Tomatenchutney, getrockneten Tomatenchips, Parmesanchips, Balsamicokaviar, frittierten Mozzarellabällchen und gebrannten Pinienkernen – viel los auf dem Teller und ein absolutes Fest für den Gaumen.

 

Der Teig für die „Gefüllte Nudel“ war natürlich selbst gemacht, ebenso die köstliche Farce mit Trüffelbutter und Pfifferlingen sowie der Parmesanschaum. Zur Entspannung des Gaumens folgte ein Sorbet aus rotem Sekt, das durchaus schon Dessertqualitäten hatte. Doch dann kam mit „Nicht Bambi“ der perfekte Hauptgang: Rehfilet auf Sellerie-Kartoffel-Püree mit karamellisierten Petersilienwurzeln, Pflaumenmarmelade und Portwein-Jus.
Nach dem grandiosen, als „Kaputter Kuchen“ bezeichneten Dessert – einem dekonstruierten Pistazien-Cheesecake mit Zitronenganache, Himbeeren und Pistazienkrokant – waren alle Gäste nicht nur satt, sondern restlos begeistert. Doch Schluss war noch nicht: Zu den „Schoki“-Trüffeln mit Salted-Caramel- und Kirschfüllung setzten sich die fünf Köche zu den Gästen und nahmen den verdienten Beifall entgegen.

 

 

Hoffentlich öfter!

Für alle, denen nun das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, gibt es Hoffnung: Die Gäng denkt darüber nach, künftig Dinnerabende für zahlende Gäste zu veranstalten, sucht jedoch noch eine Location mit bezahlbarer Miete. Wer etwas weiß, kann sich gerne bei uns oder direkt bei der Gäng melden: Instagram/3gangegang. Wir hoffen mit – und geben Bescheid, sobald der erste Termin feststeht! 

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