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Hitze in Leipzig

37 Grad und die Sorge ums Straßenbahnnetz

© Benjamin auf Unsplash

Nach dem Ausfall Ende Juni bereiten sich die Leipziger Verkehrsbetriebe auf den nächsten heißen Tag vor. Auch die Stadt verweist auf Trinkbrunnen, kühle Räume und ihre Erfrischungskarte.
Ende Juni standen Leipzigs Straßenbahnen still. Bei knapp 40 Grad wurde die Fugenmasse an den Gleisen weich, verteilte sich auf Schienen und Weichen und legte den Verkehr zeitweise lahm. Nun kündigt sich der nächste Hitzetag an: Am Donnerstag könnten die Temperaturen erneut auf 37 Grad steigen.

Die wichtigste Frage lautet deshalb: Hält das Straßenbahnnetz diesmal durch?

LVB kontrollieren kritische Stellen häufiger

Nicht die Schienen selbst waren beim letzten Mal das Problem. Die Hitze hatte die Masse zwischen Schiene und Straßenbelag aufgeweicht. Durch den laufenden Betrieb gelangte das Material auf Gleise und Weichen. Dort härtete es wieder aus. Ein sicherer Straßenbahnverkehr war nicht mehr möglich.
Für die nächste Hitzewelle wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe besonders gefährdete Abschnitte häufiger prüfen. Bereitschaftsteams sollen schneller eingreifen können, wenn sich die Fugen erneut verändern.
Parallel untersucht TÜV Süd Rail die Ursachen. Die LVB prüfen außerdem, wie sich das Material bei großer Hitze kühlen oder behandeln lässt. Auch ein eingeschränkter Betrieb auf einzelnen Strecken bleibt möglich. Sobald die Sicherheit gefährdet ist, müssen Linien unter Umständen erneut unterbrochen werden. Vor der Fahrt lohnt sich deshalb ein Blick in LeipzigMOVE oder auf die aktuellen Meldungen der LVB.

Trinkwasser und kühle Räume

Wer am Donnerstag in der Stadt unterwegs ist, findet auf der Erfrischungskarte der Stadt Leipzig mehrere Orte für eine Pause. Verzeichnet sind unter anderem Trinkbrunnen, Refill-Stationen, Parks und öffentliche Gebäude.
Dazu gehören Bibliotheken, Museen und Kirchen. Gerade am Nachmittag können sie eine ruhigere Alternative zu aufgeheizten Straßen und Plätzen sein. An den mobilen Trinkwasserstationen, den sogenannten „Brunnos“, gibt es kostenlos Wasser.

Freibäder rechnen mit Andrang

Auch die Leipziger Freibäder dürften voll werden. Wer nicht lange anstehen möchte, sollte früh kommen oder den Besuch auf den späteren Nachmittag legen. Vorher empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten der Sportbäder Leipzig. Für einen Sprung ins Wasser bieten sich außerdem die Seen im Stadtgebiet und im Umland an. An unbewachten Stellen gilt besondere Vorsicht.

Was an heißen Tagen hilft

Die größte Belastung liegt meist zwischen Mittag und spätem Nachmittag. Körperliche Anstrengungen gehören deshalb besser in die Morgen- oder Abendstunden. Ausreichend Wasser, leichte Kleidung und regelmäßige Pausen helfen durch den Tag. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder und chronisch Kranke reagieren empfindlich auf große Hitze. Auch Medikamente können den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen.

Ob Leipzig diesmal besser durch den Hitzetag kommt, zeigt sich vor allem auf den Gleisen. Sicher ist schon jetzt: Wer unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen und die aktuellen Verkehrsmeldungen prüfen.

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