• Ausstellung
Kabinettausstellung

ÜberSetzen – von Babylon nach DeepL. Das Europa der Sprachen

  • 04.11.2020 - 13.06.2021

In keiner Region der Erde kommen mehr Übersetzungen auf den Markt als in Europa. Die einmalige Sprachenvielfalt macht das Übersetzen zu einer wichtigen kulturellen Transferleistung. Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft nimmt die Kabinettausstellung „ÜberSetzen – von Babylon nach DeepL. Das Europa der Sprachen“ diesen regen sprachlichen Kulturtransfer in den Fokus. Sie spannt den Bogen vom Mythos der Babylonischen Sprachverwirrung bis hin zu den Verheißungen der maschinellen Übersetzung.

Europas Sprachenvielfalt ist Ausgangspunkt für die Kabinettausstellung, die einen Einblick in die Werkstatt und die Instrumentarien von Übersetzungen gibt. Sie präsentiert das Übersetzen als Schlüssel zur interkulturellen Kommunikation, fragt nach neuen kollektiven Übersetzungsformaten und nimmt die Zukunft der Übersetzung durch Algorithmen in den Blick. Zugleich öffnet die Ausstellung den Blick auf die Tätigkeit der Übersetzer*innen – einer Aufgabe zwischen Kunst und Handwerk. 

Die jahrtausendealte Kunst der Übersetzung erlebt durch die Digitalisierung einen großen Wandel. Während die maschinelle Übersetzung einerseits als Bedrohung eines stolzen Berufsstands beäugt wird, so sehen andere in der Übersetzungsmaschine die Verwirklichung eines Traumes, der die Menschheit seit Jahrtausenden begleitet: die Idee einer alle Sprachgrenzen überwindenden Kommunikation. Die „KI-Box“ – eine neue, interaktive Installation – gibt den Besucher*innen die spielerische Möglichkeit, die Funktionsweisen der maschinellen Übersetzung kennen zu lernen. Die Besucher*innen sind eingeladen, selbst zu erwägen, ob auf der Übersetzungsmaschine ein Fluch oder die Hoffnung auf universale Verständigung liegt – oder ob sie schließlich nur ein Werkzeug zum Brückenbauen zwischen verschiedenen Sprachen ist.

Eingebettet ist die Ausstellung in die Aktivitäten der Deutschen Nationalbibliothek unter dem Motto „Europa und wir“ anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Lädt

Wir brauchen Ihr Einverständnis!
Wir benutzen Drittanbieter um Google Maps-Inhalte einzubinden. Diese können persönliche Daten über Ihre Aktivitäten sammeln. Bitte beachten Sie die Details und geben Sie Ihre Einwilligung.

« zurück
zur aktuellen Ausgabe