Mutterschaft wird oft als die größte Erfüllung des Lebens dargestellt. Doch viele Frauen erleben gleichzeitig Erschöpfung, Überforderung, Zweifel oder sogar Reue. Über diese Gefühle wird selten gesprochen – aus Angst vor Verurteilung oder Scham.
Genau dafür schaffen wir einen Raum.
Als Speakerin zum Thema Reue in der Mutterschaft beschäftigt sich Franziska Burkhardt seit Jahren mit den Tabus rund um Mutterschaft und den Erfahrungen von Frauen, deren Realität nicht dem gesellschaftlichen Idealbild entspricht. Ihr ist es wichtig, sichtbar zu machen, dass ambivalente Gefühle kein individuelles Versagen sind, sondern häufig im Zusammenhang mit strukturellen Belastungen, Mental Load, Care-Arbeit und gesellschaftlichen Erwartungen entstehen.
Im Workshop sprechen wir offen über: Ambivalenzen und Reue in der Mutterschaft; Mental Load und unsichtbare Care-Arbeit; gesellschaftliche Erwartungen an die „gute Mutter“; persönliche Prägungen und Glaubenssätze; Selbstfürsorge und den Umgang mit eigenen Grenzen.
Der Begriff »Regretting Motherhood« wurde durch die Forschung der Soziologin Orna Donath international bekannt. Ihre Arbeit zeigt, dass Frauen ihre Kinder lieben können und gleichzeitig die Entscheidung, Mutter geworden zu sein, bereuen oder die Bedingungen von Mutterschaft als belastend erleben. Diese Perspektive hilft dabei, das Thema differenziert zu betrachten – und den Blick von individueller Schuld auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu erweitern.
Dieser Workshop ist kein therapeutisches Angebot, sondern ein moderierter Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitige Stärkung.
Wir freuen uns auf alle Frauen, die sich einen ehrlichen Austausch wünschen – ohne Scham, ohne Bewertung und mit Platz für die ganze
Realität von Mutterschaft. | Teilnahme kostenfrei
Kinderbetreuung nach Voranmeldung möglich. Bitte mit Anzahl und Alter der Kinder an pro-choice-leipzig@riseup.net
Zwischen Liebe und Überforderung – Mutterschaft ehrlich betrachten
Samstag, 19.09.2026
15:00
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18:00