Ortsspezifische Materialien treffen auf Papier, Computertechnik begegnet Handarbeit: Mit seinen Faltarbeiten wurde Jirka Pfahl zum Preisträger der 30. Leipziger Jahresausstellung gewählt.
Der 1976 in Wurzen geborene Künstler stellt derzeit unter dem von der Hackerszene entlehnten Titel „Geeg Piper“ in der Halle 14 auf dem Spinnereigelände aus. „Wir haben uns für einen Künstler entschieden, dessen Arbeiten in einer regionalen Tradition stehen“, heißt es in der Jurybegründung. Die Papierfaltarbeiten erinnern in ihren klaren Formen an die Ästhetik des Bauhauses. In den lithografischen Arbeiten wiederum erkennt die Jury Bezüge zum grafischen Erbe Leipzigs.
Der Verein Leipziger Jahresausstellung wurde 1912 unter dem Vorsitz von Max Klinger gegründet. Die Neugründung erfolgte 1992, seit 1999 sind die Ausstellungen mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden.


