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  • Kunst

Zuhause in abstrakten Farbwelten

Die Ausstellungsreihen von Gromke Hörzentrum und Ahoi gehen künftig gemeinsame Wege unter dem Titel „Kunst findet Gehör“. Den Auftakt macht die Leipziger Malerin Diana Alb mit ihren stimmungsvollen Farbwelten.

Kam über Umwege nach Deutschland und zur Kunst: Malerin Diana Alb
Kam über Umwege nach Deutschland und zur Kunst: Malerin Diana Alb © privat

Wie Blüten fächern sich die hingehauchten Pinselstriche auf einigen Bildern auf. „Die Assoziation mit Blumen haben viele Betrachter“, bestätigt Diana Alb. „Es ist aber keine Absicht.“ Dennoch zieht sich florale Leichtigkeit durch ihre Serie „Flow“.

Ihr stellt die Malerin eine Reihe gegenüber, die sie „Bold“ genannt hat. Hier trägt der Pinsel erkennbar massiver auf, wird die Farbe kräftiger, scheint es an mancher Stelle regelrecht zu brodeln wie in einer Gewitterwolke. Doch gegenständliche Vorbilder gibt es nicht in Diana Albs Acrylmalerei. „Aber ich glaube, es steckt einiges von meinem Werdegang in meinen Bildern“, sagt sie. Leichtigkeit einerseits, Mut und Kraft andererseits. Fähigkeiten, die man braucht, wenn man immer wieder neu anfängt.

Für den Malprozess brauche ich freie Hand. Dann kann ich meine Energie fließen lassen. Diana Alb, Malerin

Ein Leben voller Neuanfänge

In Cluj-Napoca, der zweitgrößten Stadt Rumäniens, lebte Diana, bis sie zwölf war. Mit der Familie ging es der Arbeit hinterher nach Italien. In Bozen kam die musisch talentierte Schülerin auf ein Kunstgymnasium. „Spätestens da war klar, dass ich künstlerisch arbeiten will“, sagt sie. Für ein Architekturstudium wechselte sie erneut das Land und ging nach Innsbruck.

Danach studierte sie Medienkommunikation in Chemnitz. In dieser Zeit hat sie das Malen wieder intensiv begonnen. Vor allem zur Entspannung – doch zu ihrer Überraschung kamen die Bilder gut an. Sie präsentierte sie über Instagram und hat mittlerweile Interessenten in ganz Deutschland. Jüngst hat sie erstmals Werke auch ins Ausland verkauft.

Der Malprozess ist eine Black Box

Ihren Agenturjob hat Diana Alb für die Malerei inzwischen an den Nagel gehängt und den Schritt nicht bereut. Neben der freien Kunst nimmt sie Aufträge an. „Es erstaunt mich immer wieder das große Vertrauen“, sagt sie. Denn man könne mit dem Auftraggeber Eckpunkte vereinbaren, etwa Farbschwerpunkte. Häufig werde ein altes Bild von ihr als Bezugspunkt genommen. Das hilft, um eine Richtung zu finden. Aber: „Ich reproduziere meine Bilder nie“, sagt die Künstlerin. Den Malprozess beschreibt sie als Black Box. „Dafür brauche ich freie Hand. Dann kann ich meine Energie fließen lassen.“

„Kunst findet Gehör“
Vernissage am 10. Juni von 16.30–18.30 Uhr
Gromke Hörzentrum, Riemannstraße 8–10 (am Bayrischen Platz)

Mehr Infos zu Diana Alb unter
www.albstract.de

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