Was haben Sie gegen die Leipzig International School auf dem Jahrtausendfeld?
Külow: „Wir sind nicht prinzipiell gegen eine Schule. Aber das jetzige Projekt ist viel zu überdimensioniert für den vorhandenen Platz. Das ist, als wenn ein riesiges Raumschiff auf einem viel zu kleinen Feld landet. Mit mehr als 2.000 Schülern wäre es die mit Abstand größte Schule in ganz Leipzig. Uns geht es vor allem darum, dass drei Jahre geschlafen wurde, und nun in kurzer Zeit Fakten geschaffen wurden, die kaum noch reparabel sind. Das geht so nicht!“
Wo sehen Sie die größten Probleme bei diesem Projekt?
Külow: „Wir wünschen uns eine möglichst große, öffentlich zugängliche Grünfläche. Nachdem von Seiten der Verwaltung so lange nichts passiert ist, sind die Einflussmöglichkeiten des Stadtrates auf dieses Projekt wegen des Zeitdruckes inzwischen nur noch gering. Ein solcher Umgang mit dem Stadtrat ist einfach unwürdig. Ein vergleichbares Vorgehen ist mir in meinen bislang zehn Jahren als Stadtrat noch nicht untergekommen.“
Wie geht es aktuell weiter?
Külow: „Am 18. Juni werden der Jury die finalisierten Entwurfskonzepte der fünf beteiligten Architektenbüros zum ‚Schulcampus Jahrtausendfeld‘ vorgestellt. Der Siegerentwurf soll dann bereits ab dem Herbst umgesetzt werden. Aktuell ist der Stadtrat bei diesem Projekt aber faktisch unbeteiligt und ohne Mitspracherecht.“