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Krisenfest durch Weitsicht

Wie Unternehmer ökonomische Events nutzen, um Marktveränderungen vorherzusagen

© Carlos Muza by Unsplash

Die Märkte reagieren schnell und ohne Skrupel auf die unterschiedlichsten Events. Die Aussagen wichtiger Experten, geopolitische Spannungen oder Klimakatastrophen sind einige Punkte, die sich auf die Entwicklung der Märkte auswirken. Als Unternehmen und Anleger muss man immer auf dem neuesten Stand sein, um starke Schwankungen zu erahnen und entsprechende Aktionen zu treffen.

Formen, Marktentwicklungen vorherzusagen

Für erfolgreiche Unternehmen und Trader ist es wichtig, die Bewegungen des Marktes im Auge zu behalten. Für die Prognose von Entwicklungen können verschiedene Parameter genutzt werden. Der Wirtschaftskalender ist eine Option, bei der Finanzexperten verschiedene Ereignisse als positiv oder negativ bewerten und daraus Wirtschaftsprognosen erstellen.

Bei der Zeitreihenanalyse werden die historischen Daten von Wertanlagen betrachtet. Daraus lassen sich Muster erkennen, die für zukünftige Prognosen genutzt werden. Marktschwankungen können beispielsweise saisonbedingt auftreten. Vor allem diese Art der Schwankungen lassen sich mit der Datenanalyse erkennen. 

Bedeutende Einflussfaktoren für weltweite Märkte

Die weltweiten Märkte sind stark miteinander verflochten. Geschehnisse, die auf wichtigen Handelsrouten oder in Rohstoffländern passieren, entwickeln genauso eine Auswirkung auf europäische Märkte, wie die Leitzinserhöhung in Deutschland oder anderen wirtschaftsstarken europäischen Staaten. Typischerweise haben die folgenden drei Aspekte einen besonders hohen Einfluss:

Wirtschaftspolitik

Die lokale Wirtschaftspolitik wirkt sich auf die Börsen der Welt aus. Inflation und Staatsausgaben sowie die Leitzinsen sind Indikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. So sorgt beispielsweise ein hoher Leitzins für teurere Kredite. Das wiederum äußert sich in einem eher zögerlichen Investitionsverhalten von Unternehmen. Verbraucher werden ebenfalls vorsichtiger und geben weniger Geld aus. All diese Aspekte können das Wirtschaftswachstum verlangsamen. 

Technologische Entwicklungen

Einen enormen Einfluss hat heute die Technik auf die Märkte. Hierbei kann man die Bedeutung von Unternehmen sehen, die beispielsweise im Cyberschutz tätig sind. Gleichfalls positiv sieht die KI-Branche aus, denn diese technologischen Entwicklungen werden aktiv und immer stärker bei Unternehmen eingesetzt. 

Politische Entscheidungen, wie die Unterzeichnung und die Verpflichtung zu den Klimaschutzzielen im Pariser Klimaschutzabkommen, haben die Branche der erneuerbaren Energien vorangetrieben. Der politische Druck, der auf Unternehmen ausgeübt wird, um nachhaltiger zu werden, mündet in der verstärkten Nachfrage nach Technologien im erneuerbaren Energiesektor oder in der Automobilbranche mit den E-Autos. 

In diesem Zusammenhang bewegt sich auch der Rohstoffmarkt. Moderne Technologien benötigen seltene Metalle und Rohstoffe. Die technologischen Tendenzen können schon im Voraus anzeigen, wie hoch die Nachfrage nach bestimmten Metallen sein wird. 

Geopolitik

Die starke Globalisierung der Märkte macht diese anfällig für geopolitische Spannungen. Heute werden Rohstoffe oft in weit entfernten Gebieten gewonnen. Diese müssen per Schiff oder Bahn transportiert werden. Kommt es zu Konflikten zwischen verschiedenen Ländern, kann eine Lieferkette schnell unterbrochen werden. Lieferengpässe beim Rohmaterial sorgt zu Produktionslücken und schließlich Bestellungen, die nicht pünktlich ausgeliefert werden können.

Die politische Landschaft zwischen verschiedenen Ländern müssen Unternehmer heute besonders stark im Auge behalten. Diese Tatsache zeigte sich bei der Gaskrise zwischen der EU und Russland, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde. In der Anfangszeit war Deutschland mit mehr als 50 % von russischem Gas abhängig, wodurch die gedrosselten Lieferungen einen direkten Einfluss auf die Gaspreise und damit die Produktionslinien nationaler Hersteller hatten.

Aktuell ist die EU und Deutschland wieder gefragt, geopolitische Spannungen auszuhalten. Das irrationale Verhalten der USA, einem wichtigen Handelspartner der EU, sorgt aktuell für ein Umdenken vieler Unternehmen. Das Wirtschaftswachstum kann beeinflusst werden. Aber anders als sich das die USA denken, denn großer Schaden wird vor allem bei der US-Wirtschaft selbst angerichtet. 

Börsencrashs der jüngsten Vergangenheit und ihre Auslöser

Seit dem Börsencrash im Jahr 1929 hat es immer wieder bedeutende Einschläge gegeben. Im 21. Jahrhundert mussten die Märkte Ereignisse wie den Crash der Internet-Blase 2000 oder die Immobilienkrise der USA in 2008 überstehen. Jüngst hatte sich die Corona-Pandemie negativ auf einen Großteil der Wirtschaftszweige ausgewirkt, denn Lieferengpässe oder Transportstopps brachten die Wirtschaft weltweit fast zum Stillstehen. Wie sich die aktuellen geopolitischen Spannungen langfristig auf die Märkte auswirken werden, muss sich noch zeigen.

Fazit 

Unternehmer müssen die aktuelle Marktsituation inklusive politischer Spannungen, Finanzentscheidungen von Regierungen und Technologietrends analysieren, um ökonomische Events zu prognostizieren. Die Wirtschaft ist weltweit so stark vernetzt, dass Ereignisse in weit entfernten Ländern direkte Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben können. Mit detaillierter Analyse und vorausschauender Planung können sich Unternehmen jedoch zu einem gewissen Teil auf zukünftige Ereignisse vorbereiten. 

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