Ein Ausflug zu Werner Tübkes monumentalem Bauernkriegspanorama nach Bad Frankenhausen lohnt sich immer. Auf 123 Metern Länge und 14 Metern Höhe, bevölkert von 3.000 Figuren, zeigt das Gemälde zeitlose Menschheitsthemen und den Umbruch vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit.
Jetzt, im Jahr des 95. Geburtstags des 2004 in Leipzig gestorbenen Malers, zeigt das Museum zusätzlich Zeichnungen und Aquarelle Tübkes unter dem vielsagenden Titel „Anfang und Ende“. Mit dem Zeichnen hat Tübkes Künstlerleben schließlich begonnen. „Zeichnen ist ein elementares Bedürfnis“, sagte Tübke, „alles andere kommt dann.“
Die Schau umfasst 80 Zeichnungen und 10 Aquarelle aus den Jahren 1947 bis 1992. Tübke sprach von der höchsten Lust des Abzeichnens. In den künstlerischen Prozess aber, so der Künstler, schlichen sich mit Drehungen und Wendungen „autonome, zeichnerische Strukturen“ ein.


