In Yael Bartanas Ausstellung zur drohenden Weltkrise gibt es ein ungewöhnliches Detail: Die Verhandlungsteilnehmer sind ausschließlich Frauen. Die israelische Medienkünstlerin lässt die Frage aufleben, wie die Welt aussehen könnte, wenn sie weiblich regiert würde. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Ausstellung im 47m.
Bartana beschreibt ihre Praxis als „Pre-Enactment“ – eine Methode zur Schaffung von Zukunftsvisionen, die kollektive Möglichkeiten erforscht. Die Ausstellung verbindet diesen Ansatz mit einem Rahmenprogramm, das die feministischen Wurzeln der Stadt beleuchtet. Dabei dient die Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins 1865 als Ausgangspunkt für die Emanzipationsbewegung.


