Wenn am 7. März der Klassiker „Romeo und Julia“ am Schauspiel Leipzig gespielt wird, werden manche Besucher Kopfhörer tragen. Menschen mit Sehbehinderung profitieren von der Audiodeskription des Theaters. Was vor zehn Jahren als Pilotprojekt am Haus begann, ist längst etabliert.
Hörbeschreibungen für 30 Inszenierungen wurden mittlerweile erstellt. Jeden Monat gibt es mindestens ein Angebot. Zur Feier der ersten zehn Jahre Audiodeskription Ende letzten Jahres sagte Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung: „Inklusion führt dazu, dass Begegnungen geschaffen und Dialoge geführt werden. So kann Inklusion ein Impuls für Demokratisierung sein.“
Viele Theater in Deutschland sind dem Leipziger Beispiel mittlerweile gefolgt. Am Schauspiel arbeitet das Team am nächsten Schritt. Über ein Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes soll die Übersetzung in Gebärdensprache etabliert werden.


