Viele Menschen verbringen inzwischen mehrere Stunden am Tag online. Vor allem die klassische Büroarbeit kann diese Zahlen noch erhöhen. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Internetnutzungsdauer in Deutschland bei 69,3 Stunden pro Woche, das sind fast 10 Stunden am Tag. Jugendliche kommen sogar auf 71,5 Stunden. Wenn du dich auch in dieser Statistik wiedererkennst, solltest du dir überlegen, ob du genug für deine Internetsicherheit unternimmst. Wir haben Tipps für dich, die dein Online-Leben einfacher machen.
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Verbringst du viel Zeit online? Beachte diese 5 Tipps zur Internetsicherheit

Passwörter
Unser Online-Alltag ist geprägt von Zugangsdaten, denn Nutzer verfügen über dutzende an Konten – Tendenz steigend. Aufgrund dieser Menge an Passwörtern vernachlässigen leider zu viele Menschen ihre Passwortsicherheit. Die Folge sind schwache Kennwörter, die aus Bequemlichkeit für gleich mehrere Konten verwendet werden.
Passwörter sollten aber stark und individuell sein. Das bedeutet für dich: Wähle ein Kennwort, das aus mindestens 12 Zeichen besteht, inklusive Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Es sollte außerdem aus keinem existierenden Wort bestehen, sondern zusammenhangslos sein.
Nutze für jeden Account ein anderes Passwort. Um den Überblick über deine Logindaten zu behalten, empfiehlt sich ein Passwort-Manager, mit welchem du deine Logindaten speichern und verwalten kannst. Er hilft dir zudem, sichere Kennwörter zu erstellen.
Wenn du diese Regeln befolgst, hast du schon einen wichtigen Schritt in Sachen Online-Sicherheit getan. Eine weitere ergänzende Sicherheitsmaßnahme ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie sorgt dafür, dass zusätzlich zu deinen Logindaten ein Code notwendig ist, um auf das Konto zuzugreifen, vor allem wenn der Zugriff von einem neuen Gerät oder Standort aus erfolgt.
Verdächtige Links und Anhänge
Eine der größten Online-Bedrohungen ist Phishing. Hacker senden gefälschte E-Mails an ihre Opfer und versuchen sie dazu zu verleiten, Links oder Anhänge zu öffnen. Ihr Ziel: Sie wollen Daten von dir stehlen oder Malware auf dein Gerät schleusen.
Überleg deshalb immer zweimal, ob du einen Link in einer E-Mail anklickst oder einen Anhang öffnest. Betrüger appellieren bei Phishing auf der Gefühlsebene, wobei sie hauptsächlich mit zwei Gefühlen arbeiten: Angst und Hoffnung. Ersteres könnte beispielsweise die scheinbare Bedrohung deines Geräts sein, die ein sofortiges Handeln erfordert. Hoffnung kann hingegen der große Geldgewinn sein, für den du auf einer Website Informationen von dir hinterlassen sollst.
Ein weiteres Problem: Künstliche Intelligenz macht Phishing immer überzeugender. Betrüger können E-Mails fehlerfrei und authentischer in alle möglichen Sprachen übersetzen und Designs von E-Mail und Website fälschen. Befolge deshalb die Grundsätze:
- Dringende Nachrichten werden dir selten per E-Mail übermittelt. Kontaktiere im Zweifel den Absender, wenn es sich um vermeintlich bekannte Unternehmen oder Personen handelt.
- Angebote/Gewinne, die zu gut sind, um wahr zu sein, sind in den meisten Fällen Betrugsversuche.
- Sei bei E-Mails von unbekannten Absendern besonders vorsichtig.
Ergänzend ist noch zu sagen, dass Phishing ebenso per SMS möglich ist. Hier ist die vermeintliche SMS von einem Paketdienst beliebt; oder die Nachricht vom Enkel, der Hilfe braucht (überwiegend an ältere Personen gerichtet).
Verdächtige Apps
Ein Tipp, der sich auf Smartphones bezieht. Denn im App Store von Apple und Android können böswillige Apps lauern.
Updates installieren
Eine Maßnahme, die mit wenig Aufwand deine Sicherheit erhöht. Lade regelmäßig verfügbare Updates für Betriebssysteme und Software herunter und installiere sie. Damit gehst du sicher, dass mögliche Sicherheitslücken geschlossen werden. Stelle – falls möglich – ein, dass sich Updates automatisch herunterladen und installieren. Dadurch verpasst du nicht die neuesten Aktualisierungen.
VPN benutzen
Ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) ist dir in vielerlei Hinsicht ein hilfreicher Begleiter im Online-Alltag. Durch die Verschlüsselung deiner Daten vermeidest du, dass Betrüger oder andere neugierige Dritte deine Informationen abfangen oder stehlen können. Insbesondere in unsicheren WLAN-Netzwerken ist dieser Schutz nicht zu vernachlässigen.
Aber ein VPN bietet noch weitere Vorteile. Unter anderem verbessert das Tool dein Streaming-Erlebnis für alle Plattformen, ob Mediatheken oder Streaming-Plattformen. Nehmen wir das Beispiel von Kodi und VPN. Die Verbindung von Open-Source-Software und Cybersicherheitstool hat folgende Vorteile:
- Privatsphäre: Ein VPN verschleiert deine wahre IP-Adresse, was bedeutet, dass dein Internet-Service-Provider oder Behörden nicht sehen können, was du online tust.
- Geoblocking vermeiden: Einige Kodi-Add-ons sind nur in bestimmten Regionen verfügbar. Mit einem VPN reist du virtuell in ein anderes Land, sodass du auf Inhalte zugreifen kannst, die sonst für deinen physischen Standort gesperrt sind.
- Streaming-Qualität verbessern: Manchmal drosseln Internetanbieter die Geschwindigkeit, wenn sie merken, dass du viel über Kodi oder andere Streaming-Plattformen streamst. Ein VPN kann diese Drosselung verhindern, indem es deinen Traffic maskiert.
Firewall und Antivirensystem
Prüfe, ob die Firewall deines Laptops aktiv ist. Normalerweise ist dies bei den gängigen Betriebssystemen Windows, macOS oder Linux der Fall. Die Firewall ist ein wichtiger Bestandteil deiner grundlegenden Cybersicherheit, denn sie ist so etwas wie der Türsteher deines PCs, der den Netzwerkverkehr kontrolliert und bestimmt, welcher davon ein- und herausfließen darf. Unerwünschte Anfragen werden somit blockiert.
Bei Antivirenprogrammen scheiden sich die Geister. So schwören viele Mac-Nutzer darauf, kein Antivirenprogramm zu verwenden. Doch die Gefahr ist inzwischen plattformunabhängig gleich groß, Opfer von Malware und Viren zu werden. Deshalb ist ein gutes und seriöses Antivirenprogramm zu empfehlen. Auch manche VPN-Dienste haben in ihrem Abo weitere Schutzfunktionen integriert wie einen Schutz gegen Malware. Deshalb lohnt es sich, einen guten VPN-Dienst zu finden, der einen VPN- und Viren-Schutz miteinander vereint.

