Dreieckige Gebilde aus Stoff stehen auf einem Tisch der Probebühne und deuten eine Landschaft an. Bäume, Sträucher, Felsen – und einer davon gerät auf einmal in Bewegung und entpuppt sich als geschmeidiger Echsenrücken. Wenig später lugt aus dem Versteck ein neugieriger Dinosaurierkopf hervor.
Nina-Maria Föhr und Enrico Merkel führen die Vollgliederpuppe gemeinsam. Beine, Arme, ein drehbarer Hals, dafür braucht es vier Hände. Und die Illusion gelingt: Sofort erliegt man dem Puppenspiel-Zauber, wenn dieses Wesen erschrocken zurück zuckt, auf die andere Seite schleicht oder über eine Felszacke späht.
„Figurentheater macht Spaß, aber man braucht Kraft. Zu Hause kommt der Muskelkater“, sagt Enrico Merkel. Er ist einer der rund ein Dutzend Schauspieler des Ensemble 23, die bei der Premiere von „Urzeitstory“ am 23. Mai im Westflügel auf der Bühne stehen werden.



