Handtücher liegen noch nicht auf der Wiese. Aber große, aufblasbare Säcke, die sich noch zu schwimmenden Skulpturen verbinden werden, bis es am 12. Mai losgeht. Dann feiert die audiovisuelle Performance „Nach der Bahn die Wende“ im Leipziger Schreberbad Premiere.
Dafür hat das Studio Urbanistan vergangenen Sommer in Freibädern in Leipzig, Erfurt, Bremen und Stuttgart 70 Interviews über Ost- und West-Identität geführt. „Wir werden vermehrt als Ost-Künstler angefragt“, so Clara Minckwitz, die die Performance mit Julia Lehmann und Marie Kara erarbeitet.
Ost- und West-Identitäten spielen im öffentlichen Diskurs eine verstärkte Rolle. Warum so lange nach der Wende? Wie schaut man in Ost und West auf Vergangenheit und Zukunft? Das Studio Urbanistan hat bewusst Freibäder als Soziotop für seine Interviews ausgesucht, tummelt sich doch dort ein Querschnitt der Bevölkerung. Heute und damals schon in der DDR und der BRD.


