Mit einer ungewöhnlichen Ausstellung schlägt das Antikenmuseum der Universität Leipzig eine Brücke von der Antike zur Gegenwart. Nach einem Social-Media-Aufruf ließen sich zahlreiche Menschen mit antiken Motiven auf der Haut fotografieren. Der Fokus liegt dabei auf Statuen, die einst die zentrale kulturelle Ausdrucksform im Mittelmeerraum darstellten.
Auch damals existierten bereits Tätowierungen, die zum Beispiel dazu dienten, entflohene Sklaven zu kennzeichnen. Ein Tattoo galt damals also als Stigma – ein Begriff, der, wie Kurator Jörn Lang in einem Deutschlandfunk-Interview erläutert, auf das Wort „Stechen“ zurückgeht. Punkt für Punkt wurden damals die Zeichen in die Haut gestochen, eine Technik, die bis heute als „Stick and Poke“ bekannt ist. Ein weiteres Ausstellungskapitel widmet sich Tätowierpraktiken in Ägypten, Griechenland und Rom.


