Trotz des andauernden Krieges in Israel und Palästina setzt der Leipziger Ableger des deutsch-jüdischen Sportverbands Makkabi sein Training und seine Wettkämpfe uneingeschränkt fort. Im Gegensatz zu anderen deutschen Makkabi-Vereinen gab es beim SV Makkabi Leipzig zumindest in letzter Zeit keine Anfeindungen und Diskriminierungen aufgrund der religiösen Ausrichtung. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 trainieren beim SV Makkabi Leipzig e.V.SportlerverschiedenerKulturen, Nationalitäten und Religionen. Zu den Abteilungen gehören Fußball, Tischtennis, Volleyball und Schach.
Der Sportverband spielt eine große Rolle im Gedenken an jüdi- sche Sportler, die vor und während der Zeit des Nationalsozialismus nicht anerkannt wurden, erklärt Irina Lempert, eine Mitarbeiterin des Vereins. Von 2006 bis 2018 richteten Makkabi-Vereine aus Leipzig, Dres- den und Chemnitz alle zwei Jahre die Sächsischen Makkabi-Spiele aus. Derzeit mangelt es allerdings an den nötigen Kapazitäten, um ein solches Sportevent durchzuführen. Dennoch hofft man für die Zukunft auf die Möglichkeit, gemeinsam die Freude am Sport wieder im großen Rahmen teilen zu können. [les]


