Sprühfarbe, eine Schablone – und in wenigen Momenten entsteht im öffentlichen Raum ein Kunstwerk. Wer an Street-Art denkt, denkt meist an Banksy. Doch lange vor dem Briten arbeiteten Künstler mit dieser Technik.
Als Begründer der Schablonenkunst gilt der Franzose Blek le Rat – der in Leipzig sichtbare Spuren hinterlassen hat. Darunter das Grafito „Madonna mit Kind“ von 1991, das lange überklebt war und 2012 wiederentdeckt wurde. 1991 beteiligte sich Blek le Rat an einer Kunstaktion der Universität Leipzig. Unter dem Titel „galérie éphémère“ schufen 20 junge Künstlerinnen und Künstler aus Frankreich und Deutschland 150 Pochoir-Arbeiten, die mit dem Campus-Umbau 2007 von der Kustodie eingelagert wurden.
Eine Auswahl ist derzeit in der Galerie im Neuen Augusteum zu sehen: unter anderem mit Werken von Blek le Rat, Epsylon Point, Miss.Tic, Gudrun Petersdorff und Steffen Balmer. Filme und Interviews ergänzen die Ausstellung.


