Es stehen 33 Konzerte an 8 Tagen auf dem Programm der Leipziger Jazztage, die sich in diesem Jahr dem Motto „Tell me ...!“ verschreiben. Um das gekonnte Erzählen geht es also und damit ebenso um das differenzierte Zuhören. Immer wieder werden sich menschliche Stimme und Instrumentalspiel im Dialog begegnen.
Eine der herausragenden Gesangsstimmen gehört bei der 48. Festivalausgabe Cécile McLorin Salvant. Sie war noch nicht mal 30, da hatte die 1989 in Miami geborene Sängerin mit haitianischen und französisch-gouadelupischen Wurzeln schon drei Grammys gewonnen. Im vergangenen Jahr kam der Deutsche Jazzpreis für das Album „Ghost Song“ hinzu. Zum Festival-Auftakt singt sie in der Oper in einem Doppelkonzert mit den Pianisten Michael Wollny und Joachim Kühn. Es ist zugleich eine der letzten Gelegenheiten, Kühn live zu erleben. Der 80-Jährige, jüngst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, hat angekündigt, sich gegen Ende des Jahres von den Konzertbühnen zurückzuziehen.


