Hört sich simpel an – und ist es auch. Wir markieren unser Feld mit Kreide auf der Freifläche zwischen Festwiese und Jahnallee: drei gleich große Quadrate, jeweils etwa zwei Meter lang, in einer Reihe angeordnet.
Die Schlägergriffe sind kurz, der Ball ist weich. Auch das Regelwerk ist schnell erklärt. „Das mittlere Feld wird überspielt, und der Ball muss im gegenüberliegenden Quadrat aufkommen.
Es gibt nur zwei Regeln: kein Downplay und kein Volley“, fasst David Senf zusammen. Beides hilft Anfängern und Kindern sehr, denn dadurch wird das Tempo reduziert und die Ballkontrolle verbessert. Wer mehr Action braucht, kann die Felder vergrößern oder sich aus den 600 möglichen Spielarten Varianten auswählen, die laufintensiver sind.
Was mit „bewegtem Lernen“ gemeint ist, fordert mich richtig heraus: Während des Spiels Rechenaufgaben lösen, Wörter rückwärts buchstabieren, Verben konjugieren – das strengt an, bleibt laut Studien allerdings besser im Gedächtnis haften.
Stichwort: kognitive Aktivierung. Dieser Punkt ist mittlerweile verbrieft, denn Street Racket gehört zur hundrED-Collection, die weltweit die wirksamsten Bildungsprogramme auszeichnet.
Klare Empfehlung!
David Senf ist Lehrkraft an der Universität Leipzig für das Grundschullehramt Sport. Es liegt nahe, dass er vor allem Schulen mit ihren Ganztagesangeboten und die Pausenhofgestaltung im Blick hat. „Ich möchte für die Sportart begeistern, sie in den Vereinssport integrieren und mit permanent markierten Feldern im Stadtbild sichtbar machen.“
Mein Fazit: Tatsächlich ein Sport für „anyone-anywhere-anytime“. Klare Empfehlung!