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  • Kunst
Bis 24. August
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Spielerische Schwebezustände

Georg Weißbach schöpft aus Kunstgeschichte und Popkultur, bewegt sich zwischen Bild und Schrift und reflektiert das Künstlerdasein. Die Kunsthalle G2 widmet dem Leipziger eine Ausstellung.

Georg Weißbach im G2 Schaulager: Einige seiner Arbeiten sind extra für die Ausstellung entstanden
Georg Weißbach im G2 Schaulager: Einige seiner Arbeiten sind extra für die Ausstellung entstanden © Dimo Rieß

So viel Fläche hat bei uns noch niemand bespielt“, so Leo Wedepohl, Director der G2 Kunsthalle, als er in das Schaulager führt. Auf einem im Eingangsbereich hängenden Bild springt der Schriftzug „logisch“ ins Auge, als wolle er alle Zweifel ausräumen.

Genau die trägt Georg Weißbach aber mit sich herum und thematisiert sie in seinem Werk. „Was ist Kunst? Kann ich Kunst? Das sind Fragen meiner Lebensrealität“, sagt Weißbach. Man muss sich vor dem Logisch-Schriftzug nur einmal umdrehen – schräg gegenüber hängt, ebenfalls Öl auf Leinwand, das Schrift-Gemälde „Sinnlos“.

Hier geht es auch um das Spiel mit der Rolle des leidenden Malers. Georg Weißbach, Künstler

„Dreams are my reality“

Weißbach arbeitet gern mit Unschärfen und Brechungen, mit der Gleichzeitigkeit einander eigentlich widersprechender Aussagen oder Emotionen. Das verleiht der Ausstellung einen spielerischen Grundton. „Dreams are my reality“ heißt es ein paar Meter weiter in gelben, pink gerahmten Buchstaben auf sattgrünem Grund.

Das Gemälde gibt zugleich der Ausstellung den Titel. Wer genau auf die Buchstaben schaut, erkennt in leichten Unregelmäßigkeiten die Handarbeit des Künstlers. „Der Schriftzug ist nicht perfekt, sonst hätte ich ihn drucken können. Hier geht es auch um das Spiel mit der Rolle des leidenden Malers“, sagt Weißbach, der häufig von Texten ausgeht, aus denen sich Bilder entwickeln. „Ich schreibe Ordner voll. Daraus kann ich mich dann bedienen.“

Von Asterix zu Thomas Brasch

Immer wieder finden sich Querverweise zu Kunstgeschichte und Popkultur. Mal eindeutig, wenn Charlie Brown durch das aktuelle Großformat „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ spaziert. Mal sehr subtil, wenn sich der Schriftzug „logisch“ bei der Typo aus dem Asterix-Comic bedient. Weshalb man vor einem Bild mit antiken, sich aber statisch sinnlos windenden Säulen vielleicht an den überforderten Baumeister Numerobis aus „Asterix und Kleopatra“ denken muss.

So ergeben sich viele Verbindungslinien beim Gang durch die Ausstellung. Weißbach verrät die Inspirationsquelle für das Bild: Es bezieht sich auf das Thomas-Brasch-Zitat „Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.“

„Dreams are my Reality“
läuft bis 24. August
G2 Schaulager
www.g2-leipzig.de

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