Günter Rössler beherrschte das Spiel mit Licht und Schatten. Seine skulptural wirkenden Schwarzweißfotografien machten ihn zum herausragenden Aktfotografen der DDR und zu einem der Großen des Genres überhaupt.
„Auf Augenhöhe mit den anderen Großmeistern“, wie es der Gründer des Deutschen Fotomuseums, Peter Langner, einmal ausdrückte. Rund 30 Werke sind dort in einer Sonderschau zu sehen. Geht man mit Museumsdirektor Andreas J. Mueller, der die Schau mit Kerstin Langner kuratiert hat, durch die Ausstellung, wird Geschichte lebendig. Etwa vor dem mit „Renate G.“ betitelten Werk von 1969, das mit markant gesetzten Lichtflächen das Modell aus dem tiefen Schwarz des Hintergrunds herauslöst. „Mit ihr habe ich auf dem Schulball getanzt“, sagt Mueller.



