Am 3. Februar zeigte das Stadtarchiv Leipzig erstmals drei bislang unbekannte Handschriften aus dem 18. Jahrhundert – darunter ein Original von Johann Sebastian Bach. Auch Schriften von Georg Philipp Telemann und Johann Christoph Gottsched zählen zu dem neu erschlossenen Bestand.
Wir waren beim exklusiven Pressetermin vor Ort und konnten die bedeutenden Funde in Augenschein nehmen. Die Dokumente geben unmittelbaren Einblick in das studentisch geprägte Musikleben Leipzigs zur Barockzeit. Der Fund ergänzt nicht nur die Bach-Forschung, sondern auch das kulturhistorische Bild der Stadt um eine wichtige Facette.
Die Akten enthalten Bewerbungsschreiben und Zeugnisse Leipziger Studenten. Erstmals belegen sie, dass der Leipziger Rat unter Bach gezielt musikalische Talente förderte – etwa durch Stipendien für Sänger und Instrumentalisten. Unter den Fundstücken: ein handschriftliches Zeugnis Bachs für seinen Bassisten Gottlob Friedrich Türsch (1740), das älteste erhaltene Bewerbungsschreiben Telemanns und ein Empfehlungsschreiben Gottscheds für Johann Friedrich Doles.

