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Gestaltung nach Elementen
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Schöne Fassaden Beispiele

Backsteinhaus mit weißer Fassade, braunen Fensterläden und Garage in einer ruhigen Straße © kendincefotograf auf pexels

Schöne Fassaden entstehen selten durch ein einzelnes Material, sondern durch wenige, klar gesetzte Elemente: Umrahmungen an Fenstern, ein Gesims zwischen den Geschossen, betonte Gebäudeecken oder eine Teilfläche in Holzoptik.

Was macht eine Fassade stimmig?

Als Teil der Gebäudehülle hat die Fassade zwei Aufgaben: Sie bietet Schutz vor Witterungseinflüssen und bestimmt das Erscheinungsbild des Gebäudes. Für die Gestaltung sind drei Grundsätze hilfreich, die sich in fast allen gelungenen Beispielen wiederfinden. Die Fassade folgt der Architektur, also der Anordnung von Fenstern, Tür und Dach. Sie beschränkt sich auf zwei bis drei Materialien oder Farben. Und sie hat eine erkennbare Gliederung in Sockel, Wandfläche und oberen Abschluss.
Vor der Planung empfiehlt sich ein Blick in den Bebauungsplan und in örtliche Gestaltungssatzungen, da Farben und Materialien dort vorgegeben sein können. Bei einem denkmalgeschützten Objekt ist zusätzlich die Denkmalbehörde einzubeziehen. Architekten und Fachbetriebe kennen die Grenzen, die für das jeweilige Grundstück gelten.

Welche Fassadenmaterialien stehen zur Wahl?

Die Wahl der Fassadenart legt den Rahmen für alle weiteren Entscheidungen fest. Der folgende Überblick nennt die verbreiteten Fassadenmaterialien und ihre typische Wirkung.

  • Putzfassade: Putz auf Mauerwerk oder auf einer Wärmedämmung ist beim Einfamilienhaus am weitesten verbreitet. Die Oberfläche ist ruhig und lässt sich mit Fassadenfarbe in vielen Farben gestalten. Sie bildet die Grundlage für Fassadenprofile, Faschen und Gesimse.
  • Klinkerfassade: Klinker und Backstein stehen für Langlebigkeit und werden vor allem in Norddeutschland eingesetzt.
  • Holzfassaden: Eine Holzverkleidung aus Lärche, Fichte oder anderen Holzarten wird meist als hinterlüftete Konstruktion ausgeführt und verändert ihre Farbe mit der Zeit.
  • Fassadenplatten und Fassadenpaneele: Platten aus Faserzement, Aluminium oder Kunststoff werden als vorgehängte Fassadenverkleidung montiert. Eine Aluminiumfassade wird häufig für moderne Gebäude mit klaren Kanten gewählt.
  • Naturstein und Beton: Beide Materialien werden überwiegend für Sockel und Teilflächen verwendet.

Häufig wird eine Kombination gewählt, zum Beispiel Putz mit einer Teilfläche in Holzoptik. Die folgenden Beispiele konzentrieren sich auf die Putzfassade, weil sie sich mit vergleichsweise geringem Aufwand gliedern lässt, auch im Zuge einer Fassadensanierung.

Beispiele mit Fensterumrahmungen und Faschen

Fenster sind die auffälligsten Öffnungen einer Hausfassade, und ihre Umrahmung verändert die Wirkung der gesamten Außenwand. Drei Beispiele zeigen die Möglichkeiten.

  • Glatte Faschen in Weiß auf farbigem Putz: Ein flacher, heller Rahmen um jedes Fenster ist die klassische Lösung für das Wohnhaus mit Satteldach. Die Fenster wirken größer, und die Fassade erhält einen gleichmäßigen Rhythmus. Übliche Breiten sind von etwa 80 bis 150 mm.
  • Profilierte Umrahmung mit Fensterbankprofil: Ein profilierter Rahmen mit betonter Fensterbank und einem Abschluss über dem Sturz orientiert sich an der Fassade des Altbaus. Dieses Beispiel passt zu Stadtvillen und zu Häusern mit hohen Fenstern.
  • Moderne Rahmung in dunklem Ton: Bei einem Neubau mit anthrazitfarbenen Fenstern werden schmale, kantige Profile im Ton der Fensterrahmen gewählt. Die Öffnungen verbinden sich optisch zu Bändern.

Beispiele mit Gesimsen und Gurtprofilen

Waagerechte Profile gliedern die Fassade in der Höhe. Ein Gurtgesims auf Höhe der Geschossdecke teilt ein zweigeschossiges Haus in zwei Zonen, die unterschiedlich gestrichen werden können, etwa mit einem dunkleren Erdgeschoss und einem hellen Obergeschoss. Ein Traufgesims unter dem Dachüberstand bildet den oberen Abschluss und lässt das Gebäude vollständiger wirken. Bei langen, niedrigen Gebäuden betonen durchlaufende Gesimse die Horizontale, bei schmalen Häusern sollte ihre Zahl gering bleiben, damit die Fassade nicht gedrungen erscheint.

Beispiele mit Bossensteinen und Eckquadern

Bossensteine sind rechteckige Elemente, die an den Gebäudeecken oder im Sockelbereich eine Quaderung nachbilden. An den Ecken versetzt angeordnet, rahmen sie die Fassade seitlich ein und geben ihr optisch Gewicht. Im Sockelgeschoss verlegt, ergeben sie eine Rustika, über der die glatte Wandfläche leichter wirkt. Dieses Beispiel eignet sich für Häuser mit klassischer Architektur. An sehr kleinen Gebäuden wirkt eine Quaderung an allen Ecken schnell überladen, weshalb sie dort auf die Straßenseite begrenzt wird.

Beispiele mit Fassadenpaneelen in Holzoptik

Teilflächen in Holzoptik sind ein häufiges Mittel der modernen Fassadengestaltung. Bewährt haben sich drei Positionen: das Feld zwischen zwei übereinanderliegenden Fenstern, der Bereich um die Tür und ein zurückspringender Gebäudeteil wie Erker oder Loggia. Paneele in Holzoptik benötigen keine regelmäßige Lasur, wie sie bei echtem Holz üblich ist. Die Fläche sollte an Fensterkanten oder Gebäudeachsen ausgerichtet sein und in der Größe deutlich hinter der Putzfläche zurückbleiben.

Welche Farben passen zu welchem Haus?

Die Fassadenfarbe wird auf Dach, Fenster und Umgebung abgestimmt. Die Tabelle zeigt verbreitete Kombinationen.

HaustypWandflächeProfile und FaschenAkzent
Einfamilienhaus mit Satteldachhelles Grau oder SandtonWeißSockel einen Ton dunkler
Stadtvillagebrochenes Weiß oder CremeWeiß oder heller SteintonBossensteine an den Ecken
Moderner Neubau mit FlachdachWeißAnthrazitTeilfläche in Holzoptik
Altbauwarmer Ocker oder GrautonWeißGesims und Fensterumrahmung profiliert

Dunkle Farbtöne heizen sich in der Sonne stärker auf. Auf gedämmten Fassaden geben die Hersteller der Systeme deshalb häufig einen Mindestwert für die Helligkeit der Farbe vor, der vor der Auswahl zu prüfen ist.

Aus welchem Material bestehen Fassadenprofile?

Faschen, Gesimse und Bossensteine wurden früher aus Stein oder Putz gezogen. Heute bestehen sie meist aus Styropor (EPS) mit einer widerstandsfähigen Beschichtung. Dieser Baustoff ist leicht, belastet weder Mauerwerk noch Wärmedämmung und wird mit einem geeigneten Kleber auf den Putz gesetzt. Die Fugen werden abgedichtet, anschließend wird das Profil mit Fassadenfarbe gestrichen. Die Elemente werden in festen Längen geliefert und vor Ort zugeschnitten. Welche Kleber, Dichtstoffe und Farben geeignet sind, geben die Hersteller der Profile vor.

Eine Vielzahl von Formen für Fenster, Gesimse und Gebäudeecken zeigt die Kategorie Ideen für die Fassadengestaltung bei Decor Market, die als Inspiration für die eigene Planung dienen kann.

Häufige Fragen zur Fassadengestaltung

Welche Fassade ist modern? Als modern gelten Fassaden mit klaren Flächen, wenigen Materialien und kantigen Details, zum Beispiel weißer Putz mit dunklen Fensterrahmungen und einer Teilfläche in Holzoptik.
Welche Fassadenfarben werden derzeit häufig gewählt? Häufig gewählt werden helle Grautöne, gebrochenes Weiß und Sandtöne, kombiniert mit Anthrazit an Fenstern und Profilen. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Bebauungsplans.
Welche Außenfassade ist die beste? Eine allgemein beste Fassade gibt es nicht. Die Entscheidung hängt von Bauweise, Wärmedämmung, Budget, gewünschter Optik und dem Aufwand für die Pflege ab.
Lässt sich eine bestehende Putzfassade nachträglich gestalten? Ja, Fassadenprofile aus beschichtetem Styropor werden auf den tragfähigen Putz geklebt und gestrichen, sodass die Gliederung im Rahmen einer Sanierung ergänzt werden kann.
Was kostet die Gestaltung mit Fassadenprofilen? Die Kosten hängen von der Zahl der Fenster, der Länge der Gesimse und dem Zustand des Untergrunds ab und lassen sich erst anhand eines Aufmaßes bestimmen.

Wie wird aus Beispielen ein Konzept für das eigene Haus?

Die Übertragung auf das eigene Gebäude gelingt in drei Schritten. Zuerst wird die Fassade mit allen Öffnungen gezeichnet oder fotografiert. Danach wird ein Element als Schwerpunkt gewählt, etwa die Fensterumrahmung, und höchstens um ein zweites ergänzt. Zuletzt werden Farben für Wandfläche, Profile und Sockel festgelegt und mit den örtlichen Vorgaben abgeglichen. Auf diese Weise bleibt die Gestaltung ruhig, und jedes Element hat eine erkennbare Aufgabe.

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