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In Erde geschmolzen

Schmuck aus Orten

Erde und Gestein aus verschiedenen Regionen dienen als Formmaterial für individuelle Schmuckstücke
Erde und Gestein aus verschiedenen Regionen dienen als Formmaterial für individuelle Schmuckstücke © Christina Vetesnik

Seit vielen Jahren experimentiert Anne Kaden mit unterschiedlichen Materialien. Während ihres Industriedesign-Studiums reiste die gelernte Silberschmiedin nach Island. Dort entdeckte sie, dass sich Schmuck direkt in Erde herstellen lässt.

„In Island ist ein Ring entstanden, der kleine granulierte Kugeln aus Lavagestein gebildet hat“, erinnert sich Kaden. Wie ein Schmuckstück am Ende aussieht, hängt vom Untergrund, Ausgangsmaterial, Zeitpunkt des Ablöschens und der Außentemperatur ab. Das Ergebnis lässt sich nie vollständig vorhersagen. Diese Unvorhersehbarkeit nutzt Anne Kaden gezielt.

Sie fertigt individuelle Schmuckstücke, deren Entstehung eng mit bestimmten Orten verbunden ist. Bei ihrem Angebot „Memento“ werden Ringe oder Anhänger in Erde geschmolzen, die von Orten stammen, die den Kunden wichtig sind. Sie begleiten den Prozess der Entstehung. Anne Kaden arbeitet dabei auch mit der Asche Verstorbener. Angehörige tragen mit dem Schmuckstück so eine Erinnerung bei sich, die materiell und persönlich zugleich ist.

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