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  • Kunst
Neue Kuratorin Olga Vostretsova

Rückkehr im Jubiläumsjahr

Rund fünf Jahre blieb die Kunsthalle der Sparkasse geschlossen. Jetzt gibt sie mit 60 Werken von Gerhard Altenbourg bis Doris Ziegler einen Einblick in den hochkarätigen Bestand Leipziger Nachkriegskunst.

Das Publikumsinteresse bei der Wiedereröffnung der Kunsthalle ist groß
Das Publikumsinteresse bei der Wiedereröffnung der Kunsthalle ist groß © Felix Pacholleck

Rund 5.000 Werke Leipziger Nachkriegskunst umfasst die Sammlung der Sparkasse Leipzig. Damit gilt sie als größte systematische Sammlung ihrer Art. Mit der Wiedereröffnung der Kunsthalle der Sparkasse kehrt nach mehreren Jahren Pause endlich ihr Schaufenster zurück.

60 Werke aus sechs Jahrzehnten hat die neue Kuratorin Olga Vostretsova für die Auftaktausstellung „Im Angesicht der Zeiten“ ausgewählt.

Die menschliche Figur

„Wir konzentrieren uns auf die Darstellung der menschlichen Figur“, so Vostretsova. Sie war noch nie explizit Thema in der Ausstellungsgeschichte des Hauses. „Was seltsam ist“, fügt die Kuratorin hinzu. Schließlich spielt die figurative Darstellung traditionell eine große Rolle an der Leipziger Kunsthochschule HGB.

Die Ausstellung reicht von einstigen Rektoren der Malerschmiede, Bernhard Heisig und Arno Rink, bis zu Nonkonformisten wie Hartwig Ebersbach. Altmeisterliche Fertigkeiten wie bei Volker Stelzmann treffen auf den expressiven Ausdruck Sighard Gilles’ oder Christl Maria Göthners. Unterschiedliche Generationen stehen sich gegenüber, etwa Gerhard Altenbourg, Jahrgang 1926, und die 70 Jahre später geborene Lena Stühmeier. Die Künstlerfamilie Tübke ist mit Werner, Angelika und Sohn Albrecht vertreten.

Wir zeigen, dass es sich nicht um eine einheitliche Szene handelt. Olga Vostretsova, Kuratorin der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig

Generationen begegnen einander

„Wir zeigen, dass es sich nicht um eine einheitliche Szene handelt“, erklärt Vostretsova. Auch Fotografie, Grafik und Skulptur spielen neben Malerei eine Rolle in dieser Ausstellung. Die Brücke zum Nachwuchs, den die Kunsthalle immer mit im Blick hat, schlägt sie mit einer Einladung an die Klasse Malerei und Grafik von Ivana de Vivanco an der HGB. Die Studierenden haben in Assoziation mit den umliegenden Werken mehrere Säulen bemalt.

Die 2001 eröffnete Kunsthalle schloss in den Corona-Jahren. Jetzt, im Jubiläumsjahr der vor 200 Jahren gegründeten Sparkasse Leipzig, kehrt sie zurück. Als Geschenk für die ganze Stadtgesellschaft, sagt Harald Lengenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig.

Kunsthalle der Sparkasse
Mi 13–18 Uhr und nach Absprache
www.kunsthalle-sparkasse.de

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