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  • Interviews
Gespräch mit Janine Rinke vom Verein „Heldenhaftes Ehrenamt e. V.“

Reichweite hilft uns und den Ehrenamtlichen, sichtbar zu werden.

Janne Rinke vom Verein „Heldenhaftes Ehrenamt e. V.“ © Heldenhaftes Ehrenamt e. V.

Ohne die Ehrenamtlichen, Menschen mit Gemeinwohlsinn und Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft, sehe es in vielen Segmenten der Kultur, im Sozialen oder bei der Unterstützung von Kindern noch viel schlechter aus. Denn, wenn alles in Ordnung wäre, bräuchte es keine Menschen, die sich ehrenamtlich aufopfern. Der neue Verein „Heldenhaftes Ehrenamt e. V.“ möchte diese echten Heldinnen und Helden sichtbar machen, gerade die, die im Dauerkrawall viel zu oft nicht gesehen und gehört erden. Gutes tun und darüber reden!

Ahoi-Redakteur Shevek Walden traf Janine Rinke vom Verein und sprach mit ihr:

Ahoi: Guten Tag, Janine Rinke. Du bist Teil des Vereins „Heldenhaftes Ehrenamt e. V.“ Was für Ziele hat der Verein?

Janine Rinke: Wir möchten ehrenamtlichen Vereinen und ihren Engagierten eine Plattform bieten und Sichtbarkeit verschaffen. Dabei geht es vor allem darum, dass alle Beteiligten sich wohlfühlen und ihre Arbeit möglichst authentisch gezeigt wird. Grundsätzlich ist es uns aber auch wichtig, dieses Ehrenamt erlebbar zu machen und so zur Mitarbeit in einem Verein anzuregen. Denn zahlreiche Vereine sind händeringend auf der Suche nach neuen Ehrenamtlichen.

Ahoi: Und wie wollt Ihr die Ziele umsetzen?

Janine Rinke: Wir produzieren Videos, kleine Reportagen, über die Vereine und ihre Ehrenamtlichen. In diesen Videos zeigen wir die Arbeit der Vereine und sie bekommen die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und neue Unterstützer zu gewinnen. Die fertigen Videos werden dann sowohl auf unseren Plattformen veröffentlicht als auch den Vereinen kostenlos zur freien Verfügung gestellt. Mit den Videos können die Vereine dann ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Ahoi: Du bist ja schon ein Mediengesicht. Auf Sachsen Fernsehen gab es beispielsweise die Reihe „Unsichtbare Helden“, die in die gleiche Kerbe schlug, mit Dir. Wie kam es denn zu dieser Reihe und Du zum Fernsehen? Ich erlas mir ja beispielsweise, dass Du bei „Die Jungreporter“ mitgemacht hast.

Janine Rinke: Ich persönlich verfolge schon lange das Ziel, als Journalistin zu arbeiten. Schon im Alter von 15 Jahren konnte ich erste Erfahrungen bei der Taunus Zeitung in meiner hessischen Heimat sammeln und habe zu dieser Zeit auch eine Schülerzeitung gegründet und geleitet. Nach meinem Abitur und weiteren Erfahrungen wie dem Jungreporter, bin ich über einen Kontakt bei Sachsen Fernsehen und in Leipzig gelandet. Die Idee für ein Ehrenamts-Format kam recht schnell auf, da mich das Thema Ehrenamt schon immer begleitet hat. Ich durfte dann einige Folgen dort im Sender zum Thema produzieren. Nach Beendigung meiner Tätigkeit für Sachsen Fernsehen hat mich die Idee mit der filmischen Unterstützung von ehrenamtlichen Vereinen aber nicht losgelassen und so war es folgerichtig, diese in einem eigenem Verein neu zu organisieren. Hier stehe ich nun nicht nur als Moderatorin vor der Kamera, sondern kümmere mich auch um die inhaltliche und organisatorische Arbeit unseres Vereins.

Ahoi: Solch ein Verein wie der Eure lebt ja von den Mitgliedern. Wer ist denn bei Euch alles mit im Boot? Und aus welchen Hintergründen stammen diese?

Janine Rinke: Absolut, Vereinsarbeit ist Teamarbeit. Ich bin sehr dankbar, so tolle Menschen in unseren Reihen zu haben, die ebenfalls an die Idee glauben. Mitglieder sind und können somit Menschen sein, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen wollen und ehrenamtliche Tätigkeit aktiv unterstützen möchten. Zur Zeit sind im Vorstand Menschen aus Führungspositionen der Wirtschaft, aus sozialen Organisationen, den Medien und engagierte Einzelpersonen.

Ahoi: Und wie ist das Procedere, um von Euch sichtbar gemacht zu werden? Und natürlich: Wie finanziert Ihr die erbrachte Arbeitsleistung?

Janine Rinke: Vereine und Ehrenamtliche können sich auf unserer Website www.heldenhaftes-ehrenamt.de bewerben. Anschließend melden wir uns bei ihnen und besprechen die genauen Wünsche des jeweiligen Vereins, bevor es dann zum Dreh kommt. Finanziert werden unsere Leistungen über die Mitgliedsbeiträge und durch Spenden.

Ahoi: Nun beginnt gerade 2025 … die Phase, in der Ihr Euer Angebot zu den Menschen bringen wollt. Nehmt Ihr an Messen teil? An Stadtteilfesten? Tagungen? Wie macht Ihr Eure Arbeit bekannt?

Janine Rinke: Selbstverständlich planen wir öffentliche Auftritte, zum Beispiel beim Stadtteilfest in Reudnitz-Thonberg. Da waren wir auch 2024 schon dabei. Eine wichtige Säule unserer Öffentlichkeitsarbeit sind auch unsere Kanäle in den sozialen Medien (Instagram, Facebook und YouTube @heldenhaftes.ehrenamt) und unsere Website. Außerdem werden wir nach Fertigstellung der ersten Videoprojekte auch an weitere Medienhäuser herantreten.

Ahoi: Wie können Menschen Euch helfen, damit Ihr die Ehrenamtlichen und die Ehrenamtlichkeit sichtbar machen könnt? Und wer steht schon Schlange, von Euch portraitiert zu werden?

Janine Rinke: Wir freuen uns natürlich jederzeit über neue Mitglieder und Unterstützer, die sich finanziell beteiligen wollen. Aber was in unserem Fall eigentlich noch viel wichtiger ist: Die Videos über die Vereine zu teilen. Egal ob in die Story gepostet, der besten Freundin geschickt oder anderen Menschen davon erzählt – Reichweite hilft uns und den Ehrenamtlichen, sichtbar zu werden. Der Verein für unsere Februar-Folge steht schon fest: der Rugby Club Leipzig. Grundsätzlich haben wir aber bereits jetzt schon einige weitere Interessenten und sind gespannt, was die Zukunft noch so alles bringt.

Ahoi: Dann hoffe ich, dass Ihr ganz viel Erfolg habt, damit Engagement und Gestaltungsfreude wieder Zukunft haben.

Der Verein im Netz:

Heldenhaftes Ehrenamt e.V.

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