Was bleibt von den eigenen Zwanzigern? Rathmann suchen ihre Antworten zwischen Gitarrenpop, Folk und düsteren Geschichten. Im Herbst bringt die Band diesen Sound auf Tour. Am 23. Oktober steht Leipzig auf dem Plan. Gespielt wird im Naumanns Tanzlokal. Im Mittelpunkt steht das Debütalbum „Die Goldenen Zwanziger“. Darin beschäftigt sich die Band mit einem Lebensabschnitt, in dem längst nicht alles nach Plan läuft. In den Songs werden Menschen ungeplant Eltern oder geraten aus der Bahn. Auch unsichere Zukunftsaussichten spielen eine Rolle. Damit sind sowohl die persönlichen Zwanziger gemeint als auch das Jahrzehnt, in dem Rathmann sie erleben.
Zwischen Indie, Folk und Hamburger Schule
Musikalisch legt sich die Band nicht auf eine Richtung fest. „Warum tut Liebe so“ bewegt sich im Indierock, „Trauriger Geist“ schlägt folkigere Töne an. Der Titelsong des Albums greift laut Band Einflüsse aus Italo-Western auf. Als musikalische Bezugspunkte nennt das EPK Leonard Cohen, Big Thief und Dr. Dog. Auch Bands der Hamburger Schule haben den Sound beeinflusst. Rathmann selbst bezeichnen ihre Musik als dunklen Gitarrenpop. Im Zentrum steht dabei die Band mit ihren Instrumenten. Statt sich am aktuellen deutschen Indiepop zu orientieren, greifen die Musiker unterschiedliche Einflüsse auf.
Songs über unsichere Zeiten
Auch inhaltlich haben „Die Goldenen Zwanziger“ wenig mit einer unbeschwerten Dekade zu tun. Die Texte beschäftigen sich mit Unsicherheit und einer Quarter-Life-Crisis. Daneben geht es um Gemeinschaft und um ein Leben, dessen weiterer Verlauf noch offen ist. Die erste Single „Wenn alles vorbei ist“ erschien am 20. Februar 2026. Das Debütalbum folgt im Herbst. Dann sind Rathmann auch live unterwegs. Nach Konzerten unter anderem in Frankfurt, Duisburg, Stuttgart, Ulm, Karlsruhe und Wien kommt die Band am 23. Oktober nach Leipzig. Einen Tag später steht Halle auf dem Tourplan.


