Die Wiedervereinigung liegt mehr als 35 Jahre zurück. Die Generation Z hat die deutsche Teilung nicht selbst erlebt. Dennoch sind Unterschiede zwischen Ost und West weiterhin ein Thema. Welche Folgen hat das für junge Menschen? Und wie beeinflusst die ostdeutsche Herkunft ihre Zukunftschancen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich Nora Zabel in ihrem Buch „Vereint in Zerrissenheit: Die ostdeutsche Generation Z zwischen zwei Welten“. Am Dienstag, 13. Oktober 2026, stellt sie es im Stadtmuseum Halle vor.
Wie viel Ost-West steckt in der Generation Z?
Im Mittelpunkt stehen Bildungswege, berufliche Perspektiven und politische Einstellungen junger Ostdeutscher. Zabel untersucht, wie historische Unterschiede bis in die Gegenwart wirken. Dabei beschäftigt sie sich auch mit gesellschaftlicher Teilhabe und demokratischem Engagement. Ihr Buch wirft die Frage auf, wie sich bestehende Ungleichheiten abbauen lassen. Zugleich geht es um die Möglichkeiten einer Generation, die Zukunft des vereinten Deutschlands mitzugestalten.
Diskussion über die Zukunft der deutschen Einheit
Nach der Lesung spricht Zabel mit Dr. Uta Bretschneider, Direktorin des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation. Raban Schuster moderiert das Gespräch. Auch Fragen aus dem Publikum sind vorgesehen. Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung „Reinhard Hentze: Freiheit im Blick. Fotografie 1981–1990“. Sie ist noch bis zum 15. November 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen.

