Harte Schule beim USC
Der 28 Jahre alte Flügelspieler ist aktuell der am höchsten spielende Leipziger Basketballer in Deutschland. Er macht bei Bundesliga-Absteiger Tigers Tübingen in der Pro A den Gegnern das Leben schwer.
Seine Statistiken (knapp sieben Punkte pro Spiel) lassen auf den ersten Blick niemanden aufhorchen. Sein Wert fürs Team schon. Tübingens Trainer Domenik Reinboth sagt über den 2,05-Meter-Mann: „Jonas ist einer unserer Teamkapitäne, der eine Führungsrolle auf und abseits des Feldes einnimmt.
Er ist ein ‚Leader by Example‘, der immer als erster Spieler in der Halle und für die anderen Spieler ein Ansprechpartner ist. Jonas ist in seinem Tun sehr gewissenhaft, dazu ist er ein positiver Typ mit einer guten Energie.“ Zudem gilt Niedermanner als guter Shooter und einer der besten Verteidiger der Liga.
Seine ersten Schritte als Basketballer machte der in Halle/Saale geborene und in Eilenburg aufgewachsene Profi in Wurzen. Später wechselte er zum USC Leipzig und lief bereits mit 14 Jahren für das Männerteam der Uni-Riesen in der Pro B auf. „Da habe ich mitgekriegt, was es heißt Profi, zu sein.“
Besonders seinem früheren Leipziger Nachwuchs-Trainer Dominik Braun hat Niedermanner viel zu verdanken. Der ließ ihn und seine Teamkollegen schon mal während eines Spiels bei einem hohen Vorsprung Strafsprints laufen, weil sie einen Spielzug vergeigt hatten. „Unter Dominik war es eine unglaublich schöne Zeit, aber er war auch ein unglaublich harter Trainer, was mir sehr geholfen hat“, sagt Niedermanner.
Er lernt, dass alle an einem Strang ziehen und dem Trainer vertrauen müssen. Auf Brauns Rat wechselt der Teenager an die Sportschule in Halle, spielt Nachwuchs-Bundesliga, unterschreibt später bei Bundesligist Mitteldeuscher BC in Weißenfels seinen ersten Profivertrag und debütiert in der BBL.