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Schauspieler Peter Schneider

Neuer Polizeiruf 110-Kommissar kommt aus Leipzig

Das Polizeiruf 110-Team v.l.n.r.: Iris Kiefer (Produzentin Filmpool Fiction), Nikolai von Graevenitz (Kamera), Peter Kurth (Rolle Henry Koitzsch), Clemens Meyer (Drehbuchautor), Peter Schneider (Rolle Michael Lehmann) und Thomas Stuber (Regie) © Felix Abraham

Die legendäre TV-Krimi-Serie Polizeiruf 110 feiert 2021 ihr 50-jähriges Bestehen. Und bekommt Zuwachs – aus Leipzig! Denn Peter Schneider spielt ab Mai den neuen Kommissar Michael Lehmann.

Der in Leipzig lebende Schauspieler Peter Schneider wird Teil des neuen halleschen Polizeiruf 110-Ermittlerduos sein. Kriminalhauptkommissar Henry Koitzsch (gespielt von Peter Kurth) und Kommissar Michael Lehmann (Schneider) werden, so Schneider: „... Schmücke und Schneider beerben. Der großartige Schauspieler Wolfgang Winkler ist ja leider schon gestorben.“

Das Jubiläumsspecial spielt in Halle und wurde von Clemens Meyer und Thomas Stuber geschrieben. „Das ist meine absolute Traumkonstellation“, so Schneider. „Clemens Meyer als das Gedächtnis meiner Generation, dazu Stuber und die hallesche Produktionsfirma Filmpool, das ist ganz besonders. Ich habe ja auch viele Verbindungen nach Halle, habe dort am Theater viel und gerne gespielt und war an der dortigen Spezialschule für Musik.“ Peter Schneider musiziert übrigens auch gern, u.a. mit der Band Saitlinge, die im anhaltinischen Bockwitz ihre Heimstatt haben.

Freude und Spannung

„Glücklicherweise war der Polizeiruf-Dreh kurz vor Weihnachten durch – und glücklicherweise auch ohne Coronavorfälle.“

Ich bin mir sicher, dass wir als das neue Ermittlerduo nicht nur den Hallensern, sondern auch den Leipzigern viel Freude bereiten werden. Und Spannung. Schauspieler Peter Schneider

Ausstrahlungstermin ist – sollte Corona nicht wieder alles durcheinanderbringen – im Mai 2021

Netflix und Dark

Bekannt ist Schneider den Leipziger Theater- und Filmfreunden durch seine großartigen Engagements am Theater der jungen Welt und zuletzt durch seine Hauptrolle in der Neuverfilmung von „Nackt unter Wölfen“.

Das internationale Publikum begeistert er seit 2017 in der Netflix-Serie „Dark“ in der Rolle des Helge Doppler. „Ich kam ganz klassisch über ein Casting in Berlin an die Rolle. Vorher habe ich die Bücher bekommen und dann war es recht schnell klar, dass ich Helge Doppler werde. Der Unterschied von Netflix-Produktionen zu öffentlich-rechtlichen TV-Produktionen ist wohl, dass, hat sich Netflix erst einmal entschieden ein Projekt zu machen, die Entscheidungen sehr konsequent bei den Autoren und Regisseuren liegen. Jedoch ist Netflix ein Wirtschaftsunternehmen und wenn etwas keinen Erfolg hat auf der Plattform, ist auch ganz schnell wieder Schluss. Da können und sollten die öffentlich-rechtlichen Sender sich etwas mehr auf die Kunst konzentrieren, da die Finanzierung der Projekte ja gesichert ist. Das müssen sie nur auch tun.“

Peter Schneider

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