„Die Lage ist katastrophal, keine Avantgarde in Sicht, nur Nachzügler, die kopieren oder modifizieren.“ Der Befund Karlheinz Schmids, ehemaliger Herausgeber der „Kunstzeitung“, ist drastisch. Wenn nun Knut Geißler, Leiter des Festivals für zeitgenössische Darstellende Kunst „Off Europa“, diese Worte zitiert, dann, um ihnen etwas entgegenzusetzen.
Off Europa will nämlich ab 10. Mai einen subjektiven Gegenentwurf wagen mit mutigen Performances vom Happening bis zur angewandten Technologie. Im TDJW eröffnen Věra Ondrašíková & Kollektiv mit „Witness“ am 10. Mai das Festival, ein preisgekröntes Stück mit laserartigen Projektionen und Tanz.
Insgesamt sind zwölf Aufführungen von Ensembles aus sieben Ländern geplant – darunter Niv Sheinfeld & Oren Laor aus Israel, die mit ihrem Tanzhappening-Exzess „Art Attack“ auch den Titel des 34. Festivaljahrgangs mitbringen. Den traditionell starken Tanz aus Israel vertritt außerdem Roni Chadash & Company mit „perFORMing Love“ in deutscher Erstaufführung.


