Der Fechtclub Leipzig bietet Nachwuchs und Breitensport lern ebenso eine Heimat wie den Leistungssportlern am Bundes stützpunkt. Der erst 22jährige Leon Gießer soll Leipzigs Fechter zurück an die Spitze führen. Mit Ole Petersen gibt es außerdem ein Toptalent. [ukr]
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Mit jungem Chef zurück an die Spitze

Die Fechthalle in der Arena Leipzig ist an einem Dienstagmorgen gut gefüllt. 25 Leistungssportler trainieren hier am Bundesstützpunkt (BSP) und Landesstütz- punkt (LSP), 35 weitere kommen regelmäßig aus der Region hinzu. Vorerst noch bis 2024 hat Leipzig den Status als BSP für Herren- und Damendegen inne. Vier Leipzigerinnen starten beim U20-Weltcup. Größtes Talent bei den Junioren ist der 16-jährige Ole Petersen, der in den Altersklassen U17 und U20 zur internationalen Spitze gehört.

Leon Gießer tritt selbst noch bei internationalen U23-Wettkämpfen an, ist aber am Standort Leipzig bereits der Chef. Mit nur 22 Jahren leitet der Student seit diesem Sommer den BSP. Der Vorteil: Gießer ist sehr nah an den Athleten dran, denn er hat vor nicht allzu langer Zeit selbst das Sportinternat besucht und die Nachwuchsabteilung durchlaufen, seitdem er mit 17 Jahren aus Augsburg nach Leipzig kam. Nach einer langen Verletzung bekam er nun die Chance, sich als Chef-Organisator zu bewähren und Leipzigs Fechter wieder erfolgreicher zu machen.
Der Fechtclub Leipzig bietet auch Breitensportlern ein Zuhause – in zwei altehrwürdigen Fechtsälen im Gebäude des ehemali- gen Zentralstadions. 281 Mitglieder hat der Verein, davon 150 Kinder und Jugendliche. Bereits ab sechs oder sieben Jahren können Kinder mit dem Fechten beginnen, auch Quereinsteiger im Teenageralter sind willkommen. Interessierte sollten eine gute Koordination und Kampfgeist mitbringen. „Man ist auf der Planche auf sich allein gestellt“, sagt BSP-Leiter Leon Gießer. „Aber man braucht auch Teamfähigkeit, denn allein kommt man im Training beim Fechten nicht weit.“

Star und Trainer
Star und Trainer Der bekannteste und erfolgreichste Sportler des Fechtclubs ist Jörg Fiedler. Der 45-Jährige ist zweimaliger Europameister und Olympia-Bronzemedaillengewinner mit der Mannschaft. Nach Jahren in Tauberbischofsheim kam Fiedler 2010 zum Fechtclub Leipzig zurück, um hier die Vision des Leistungssports weiter voranzutreiben. Mittlerweile ist er Stützpunkt- und U20-Junioren- Bundestrainer. „Man weiß, was er erreicht hat, und hat Respekt davor, das macht die Arbeit für Trainer und Athleten leichter“, sagt Leon Gießer, der auch bei Fiedler trainiert.

Der Fechtclub Leipzig ist auch Garant für große Fechtveranstaltungen in der Arena. 2017 fand hier die Weltmeisterschaft statt. Aktuell ist der Verein dabei, sich als Veran- stalter bei den Verbänden wieder einen Namen zu machen. In der vergangenen Saison gelang das beim sogenannten Cadet Circuit der U17, bei dem Europas beste Nachwuchsfechter zu Gast waren. Am 3. und 4. Februar steht mit dem U20-Damen-Florett-Weltcup die nächste Top-Veranstaltung an.
Mehr Infos: www.fechten-leipzig.de

