Mit fast 40 Ausstellungen seit 2018 hat Galeristin Lætitia Gorsy ihr Konzept in Leipzig etabliert: Sie zeigt ausschließlich Künstlerinnen. Frauen sind auf dem Kunstmarkt immer noch unterrepräsentiert. „100 Prozent Quote“ titelte das Kunstmagazin „Monopol“ kürzlich über Gorsy.
Die Galeristin hat seit dem Herbstrundgang der Spinnerei-Galerien deutlich mehr Platz für ihre Künstlerinnen und Ideen: Sie bespielt jetzt die Spinnerei-Halle 18.H. Aktuell zeigt Gorsy die Arbeiten von Johanna Seidel, die sich mit gesellschaftlichen Narrativen auseinandersetzt und sie fort- oder überschreibt. Wie die flämische Landschaftsmalerei sucht sie die genaue Beobachtung der Umgebung, doch lässt sie den Naturalismus ins Irreale kippen.


