- Stadtleben
MADE IN LEIPZIG


Inspiriert von New Mexico
WILD WILD EAST
Ob Kombucha, Salsa oder Cider: Nola Perales verleiht allen Produkten, die sie in der Wild-Wild-East-Manufaktur in Reudnitz produziert, eine ganz besondere Note. Denn überall steckt ein bisschen Heimat drin. Perales wuchs nämlich in New Mexico auf, wo die Küche stark mexikanisch geprägt ist. Entsprechend feurig und spicy sind ihre Kreationen. „Das Peanut Brittle ist beispielsweise nach einem Rezept meiner Tante zubereitet“, erklärt sie. Wer Peanut Brittle noch nicht kennt, der sollte das schleunigst ändern: Es handelt sich dabei um ein festes Konfekt, in das Erdnüsse eingearbeitet sind. Nola Perales verleiht der Süßigkeit durch ihre Würzmischung eine besondere Schärfe, die sich schmecken lassen kann.
www.instagram.com/wildwildeast.leipzig

Gesund und Lecker
CAULITO
Acht Jahre ist es her, dass Fareena Qureshi ihre Ernährung komplett umgestellt hat. Die glutenfreien Alternativen, die es zu diesem Zeitpunkt gab, entsprachen aber nicht ihren Erwartungen, waren entweder zu trocken oder enthielten sehr viele Zusatzstoffe. Deshalb kreierte sie auf Basis eines Blumenkohlpizzarezepts aus dem Internet ihr erstes Brot, das bei Freunden und Familie sofort gut ankam. So wurde schließlich „Caulito“ geboren. Mit ihrem Start-up bietet Qureshi Pizzaböden und Toasties auf Basis von Blumenkohl an. Daneben sind Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kokosnuss und Flohsamenschalen enthalten. Die Zutaten für ihre Produkte stammen aus Deutschland, viele werden sogar regional bezogen.
www.caulito.com
Ein Stück Familientradition
TOFUREI TOVU
In der Familie von Sebastian und Mattheo Niekamp hat die Produktion von Tofu quasi Tradition: Der Onkel der beiden produziert nämlich seit knapp 30 Jahren seinen eigenen „Soja-Käse“. Kein Wunder also, dass die Neffen, die schon in ihrer Jugend bei der Produktion mitgeholfen haben, im letzten Jahr ihre eigene Tofu-Manufaktur in Leipzig gegründet haben. Was ihren Räuchertofu besonders macht? „Unser Tofu ist vollmundig und schmeckt im Vergleich zu herkömmlichen Produkten aus der Massenproduktion noch nach der Bohne, aus der er hergestellt wurde“, erklären die Brüder. Und die Sojabohne, die kommt von einem Demeter-Hof in Sachsen-Anhalt.
www.tofurei-leipzig.de

Scharf, schärfer, Oula
OULA
Eigentlich wollte Harald Dellwo seine Saucen nie verkaufen. Die Idee, überhaupt Saucen zu produzieren, entstand aus der Not heraus, denn Dellwo musste eine Chili-Ernte haltbar machen und dafür bot sich das Saucen-Format gut an. „Zunächst wurden Familie und Freunde mit den Saucen versorgt, bis irgendwann die Idee gereift ist, die Saucen auch zu verkaufen“, erklärt Dellwo. Inzwischen kann man seine Saucen, die sich vor allem durch ihre intensive Schärfe auszeichnen, zum Beispiel auf dem Plagwitzer Samstags- markt kaufen. Dellwos Sortiment reicht von „normalen“ Saucen mit Tomatenanteil bis hin zu ausgefallenen Kreationen wie „Bajan Pepper“ mit Scotch Bonnet und Senf.
www.oulahotsauce.de

LEIPZIG FOOD TOURS: BEWUSSTER GENUSS
„Leipzig kulinarisch erleben“ lautet das Motto bei den Leipzig Food Tours. Und nicht nur das: Bei den Touren durch die Innenstadt und die multikulturell geprägte Eisenbahn- straße wird darauf geachtet, dass in den jeweils fünf bzw. sechs Probierstationen primär regionale Lebensmittel verwen- det werden, die in lokalen Manufakturen produziert werden. Natürlich sind in den Restaurants, Feinkostläden oder besonderen Imbissen auch vegetarische oder vegane Alternativen im Angebot – die traditionelle „Leipziger Lerche" zum Beispiel kann in einer veganen Variante probiert werden. Alle Speisen und Getränke werden vor Ort verzehrt – so kann ganz bewusst und ohne Verpackungsmüll genossen wer- den kann. Zum kulinarischen Genuss bieten die Tour-Guides aus der Region bei den beiden spannenden Spaziergängen in kleinen Gruppen auch jede Menge spannende Geschichten rund um die Leipziger Kulinarik, die Kultur, Architektur und die Historie. [ane]
www.leipzig-foodtours.de

