Vor 500 Jahren heirateten Katharina von Bora und Martin Luther in Wittenberg. Dorthin, in die bis zum 10. August angesetzte Ausstellung „Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators“, verleiht das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig eine seiner berühmtesten Kostbarkeiten aus dem Alten Rathaus: den sogenannten Ring der Katharina von Bora.
„Ich freue mich über die große Aufmerksamkeit, die der Ring durch die Ausstellung erfährt“, sagt Ulrike Dura, stellvertretende Direktorin des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Eine naturwissenschaftliche Analyse unterstreicht jetzt die kunsthistorische Dimension. Der Rubin stammt aus Ostasien. Der Ring trägt das Hochzeitsdatum eingraviert, scheint aber eher Luthers als ihrer gewesen zu sein. Die filigrane Goldschmiedearbeit verweist auf eine skandinavische Werkstatt um 1500. Der abgesetzte dänische König Christian II., der Luthers Lehren verehrte und ihn 1523 in Wittenberg besuchte, überreichte ihm den Schmuck als Geschenk.


