Der Schriftsteller Lukas Rietzschel gehört zu den wichtigsten Stimmen der Nachwendegeneration im Osten. Und er ist einer von denen, die dageblieben sind in der Provinz.
Seit seinem erfolgreichen Debütroman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ von 2018 setzt sich der Görlitzer immer wieder mit der Lebensrealität in den ländlichen Regionen im Osten Deutschlands auseinander. Für das Schauspiel Leipzig hat er bereits das Stück „Widerstand“ über die Kluft zwischen Stadt und Land geschrieben.
Jetzt kommt sein zweiter Stückauftrag für das Schauspiel in einer Inszenierung von Intendant Enrico Lübbe auf die Bühne: „Der Girschgarten“. Angelehnt an Tschechows „Der Kirschgarten“, der vom Untergang der althergebrachten Ordnung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt, überträgt Rietzschel den Stoff auf ein altes Haus zwischen Neubauten in der Gegenwart. Die Familie berät, wie es weitergehen soll und muss sich ihren Konflikten und Emotionen stellen.


